Fischreisen - Dr. Fisch
 
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»» Tüpfelbuntbarsch Laetacara curviceps


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4.11. - Tüpfelbuntbarsch (Flag cichlid) Laetacara curviceps-Paar beim Ablaichen
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5. 11. Laetacara curviceps-Weibchen befächelt die Eier
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10.11. - Tüpfelbuntbarsch L. curviceps. Mutter mit gerade freischwimmender Brut
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4. 11.: Das curviceps-Männchen befruchtet den Laich
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8. 11. - Vater bei den noch schwimmunfähigen Larven (unten links).
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11. 11. - Laetacara curviceps-Männchen mit Brut

Die Gattung Laetacara enthält derzeit 6 Arten, die alle in klaren Tropenbächen Südamerikas vorkommen. Die jüngste dieser Arten L. araguaiae wurde erst 2009 beschrieben. Mit knapp 4 cm Gesamtlänge scheint es sich dabei um die kleinste der bisher bekannten Arten zu handeln. Allerdings ist nicht sicher, ob diese Fischchen nicht vielleicht doch noch größere Gesamtlängen erreichen. Am anderen Ende der Größenskala steht L. thayeri, eine Art die immerhin 12 cm Gesamtlänge erreichen kann.

Hier ist die Rede vom Tüpfelbuntbarsch Laetacara curviceps. Er ist in den Bächen und Flußuferzonen des unteren Amazonas zu finden. Besonders aus der Umgebung von Santarem sind Fundorte bekannt. Er bevorzugt klares, schwach strömendes Wasser und Wasserpflanzen.

Entsprechende Verhältnisse sollten wir den Tüpfelbuntbarschen auch in unseren Aquarien bieten. - Wie die Fotos belegen, sind diese Cichliden ausgesprochen schön und machen dem Namen Buntbarsch alle Ehre, auch wenn die Blautöne im Gegensatz zu den anderen Laetacara-Arten überwiegen. Daher auch gelegentlich die Zusatzbezeichnung Blauer Tüpfelbuntbarsch.

Die Tiere erreichen eine Maximalgröße von 9 cm, bleiben in der Regel aber deutlich darunter. Man kann sie also guten Gewissens als Zwergcichliden bezeichnen. Auch im Gesellschaftsbecken mit nicht all zu großen Beifischen haben sie keine Probleme sich durchzusetzen. Die massigeren L. dorsigera tun sich da ungleich schwerer.

Wenn man ein gut harmonisierendes Paar hat, kann man es gut auch in einem Kleinaquarium zur Zucht ansetzen. Die Fotos und der Film über die Zucht der Fische wurden in einem wirklich kleinen Aquarium (50 x 26 x 26 cm) erstellt, natürlich ohne weitere Beifische. Die Szenen zeigen, dass es keine Probleme gab. Für die Aufnahmen war das natürlich ideal. Aber ich will nicht verschweigen, dass man zum Aufziehen der Brut letztlich mehr Wassermenge braucht - man muss die Kleinen nach wenigen Wochen herausfangen. Und dann kann es geschehen, dass sich das Paar zerstreitet. Es bleibt unbestritten - für die Dauerhaltung sollte ein größeres Aquarium bereit stehen!

Hier nun in Kurzform das Wichtigste:

Kennzeichen: Eine in der Färbung sehr variable Art; grundsätz­lich aber farblich sehr ansprechend. Ein dunkles Band zieht vom Augenhinterrand gerade nach hinten und endet - ganz nach der Stimmung des Tieres - in der Körpermitte oder in der Schwanz­wurzel. Körperbau gedrungen, rundköpfig mit kleiner Maul­spalte.

Geschlechtsunterschiede: Die Geschlechtsunterscheidung ist bei mittelgroßen Tieren (also üblicherweise beim Kauf!) nicht einfach. Erfahrene Cichlidenfreunde erkennen die Weibchen am etwas gedrungeneren Körper. Mit zunehmendem Alter der Tiere wird die Geschlechtsbestimmung einfacher. Die Männchen werden deutlich größer und haben als Alttiere wesentlich länger ausgezogene Rüc­ken- und Afterflossen.

Pflegeansprüche: Die Ansprüche an die Wasserhärte sind nicht sonderlich hoch; allerdings kränkelt die Art in belastetem Wasser recht schnell. Regelmäßiger Wasserwechsel ist daher nötig! In Altwasser neigen die Tüpfelbuntbarsche zu Exophthalmie, also zu Glotzaugen.

Nimmt Trocken-, Frost- und Lebendfutter jeder Art.

Liebt gut bepflanzte, nicht zu helle Aquarien, die einen Wur­zelunterstand und einige flache Steine haben sollten. Für ein Paar genügt schon ein kleines 60-Liter-Becken.

Friedliche Art, die allerdings bei der Verteidigung der Brut ge­legentlich gegen andere Fische unverträglich werden kann. Tüp­felbuntbarsche können sich manchmal an den jungen Trieben von zarten Pflanzen vergreifen. In solchen Fällen sollte man auf Pflan­zenbasis hergestelltes Trockenfutter oder aufgetauten Tiefkühl­spinat zufüttern! Dennoch eine sehr empfehlenswerte Bunt­barschart für das Gesellschaftsaquarium.

Zucht: Wassertemperatur auf etwa 28° C erhöhen, Härte mög­lichst nicht über 10° dGH, pH 6,0-6,8.

Paarweiser Ansatz; Freilaicher, der seine transparenten, gelb­lich getönten Eier bevorzugt auf runden Steinen absetzt, gelegent­lich auch an Wurzeln oder auf Pflanzenblättern. Ein Gelege be­steht üblicherweise aus 200- 300 Laichkörnern; sehr große Weibchen sollen aber an die 900 Eier ablegen können. Die ersten Gele­ge werden von den Eltern oft gefressen, ältere Zuchttiere sind je­doch zuverlässige Pfleger.

In der Regel Elternfamilie. Wenn sich das Paar nach dem Ablaichen zerstreitet, verjagt das größere Männchen seine Parnerin und übernimmt alleine das Brutgeschäft. Die nach etwa sechs Tagen freischwimmenden Jungen können sofort mit Artemien gefüttert werden.

Hinweis: Unten zwei Filme zum Tüpfelbuntbarsch. Der erste Film zeigt das Revierverhalten im Gesellschaftsaquarium, der zweite das komplette Fortpflanzungsverhalten: Balz, Ablaichen, Brutpflege.

Einen ausführlichen Bericht mit Film gibt es zur Zucht und zum Fortpflanzungsverhalten von Laetacara dorsigera   >>>

 

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Empfehlung: Der Feuermaulbuntbarsch Thorichthys meeki  >>>