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SüdseeDie kleinen Inseln im Südpazifik sind Traumziele für jeden Fernreisenden - Fidji, Aitutaki, Samoa und Tahiti. Hier findet man immer noch Sonne, Strand und freundliche Menschen - das ist kein Klischee. Zugegeben - an einigen Orten wird die Reisekasse auch strapaziert (teuer ist beispielsweise Taxifahren auf Tahiti!). Aber die Landschaft, auch gerade die Unterwasser-Szenerie, sucht ihresgleichen. Hier meine persönlichen Highlights:
Tauchen soll Spaß machen – und so halte ich es mit den Fun Divers in Moorea! Hier war das Tauchen easy, das Wasser kristallklar und schön warm (31° C) und vor allem – es gab unter Wasser immer Interessantes zu sehen. An erster Stelle natürlich Haie! Nie habe ich so viele Haie beieinander gesehen wie hier. Es waren vorwiegend die harmlosen Schwarzspitzenhaie (Carcharhinus melanopterus) (Foto) mit ihren Schiffshaltern, aber auch große Zitronenhaie (Negaprion acutidens) und Graue Riffhaie (Carcharhinus amblyrhynchus) umschwammen uns (Foto rechts oben!)
Diese Großfische lassen andere Begegnungen fast vergessen; die Echte Karettschildkröte (Eretmocheilys imbricata) mit dem eindrucksvoll geierartigen Schnabel, den furchtsamen Kraken, den gewaltigen Barrakuda-Schwarm oder die Gelbstreifen Schnapper, die sich zu einem so dichten Haufen scharten, dass man aus der Ferne glauben musste, einen gewaltigen Großfisch zu sehen. Und dann diese vielen kleinen Korallenfische; vor allem Wimpelfische und viele verschiedene Schmetterlingsfische.
Östlichster Punkt Polynesiens, etwa 3500 km von anderen bewohnten Punkten entfernt, liegt die Osterinsel. Politisch gehört Rapa Nui, wie man vor Ort die Osterinsel nennt, zu Chile. Aber die Ureinwohner sind ohne Zweifel polynesischer Herkunft. Sie schufen in der Isolation eine eigenständige Kultur, die sich in den gewaltigen Steinbildern, den Moai, und in einer eigenen Schrift äußert. Die Geschichte und die Gedankengänge der Menschen auf der Osterinsel vor dem Eintreffen europäischer Eroberer wären hochinteressant; leider gibt es nur noch vage Hinweise auf ideologische Irrwege und eine ökologische Katastrophe: für den Transport der riesigen Steinmonumente wurden Unmengen an Holzstämmen gebraucht. Am Ende blieb eine baumleere Insel zurück. Selbst der Bau von Fischerkanus war nicht mehr möglich, Hungernöte und Kriege waren die Folge. Daraufhin wurden mit großen Aufwand alle Moai zu Boden gerissen. Was war geschehen? Diejenigen, die es hätten erzählen können, wurden 1862 (!) von Peruanern in die Sklaverei verschleppt; darunter u. a. der letzte König und alle Intellektuellen. Die meisten der Zurückgebliebenen starben an von den Europäern eingeschleppten Krankheiten. Heutzutage kann man die Osterinseln problemlos besuchen. Flugzeuge der Lan Chile fliegen die Hauptstadt Hanga Roa regelmäßig an und in der kleinen Empfangshalle warten private Zimmervermieter auf Touristen, um ihnen Zimmer und Transfer anzubieten. Schon seit Jahren stehen die Moai wieder auf ihren Ahus - in zwei oder drei Tagen kann man alles Sehenswerte dieser Insel kennen lernen. Vieles kann man auf eigene Faust erkunden, aber für einen Tag sollte man doch einen Guide mieten. Ich hatte sehr gute Erfahrungen mit Hermann Fritsch gemacht, der in Hanga Roa am Hafen eine Gaststätte mit deutschen Speisen führt. Der zeigte mir auch die geheimnisvolle Straße, bei der die Autos im Leerlauf rückwärts den Berg wieder hochfahren (kein Witz!), den magischen „Nabel der Welt“ und den einzigen Badestrand der Insel, auf dem mittlerweile sogar wieder Palmen wachsen. Noch eine Sache unterscheidet Rapa Nui von den übrigen Inseln der Südsee: hier gibt es keine Riffkorallen. Dafür ist das Wasser eine Idee zu kalt.
Wirbelstürme gehören eigentlich nicht zu den erwünschten Highlights einer Reise, aber immerhin prägen sich Schwierigkeiten, die man durchgestanden hat, ganz besonders ein. Über meine "Begegnung mit Percy" und weitere Erlebnisse auf den Cook-Inseln kann man bei "Discovery2010" nachlesen. Dort gibt es auch viele weitere Fotos aus der Südsee. Hier geht es zum entsprechenden Link: Percy. Und nun zu den eigentlichen Highlights:
Schnorcheln in der Lagune von Rarotonga - hier kam ich etlichen Muränen ganz nahe, z. B. der Perlenmuräne Gymnothorax meleagris (Foto) und der Sternmuräne Echidna nebulosa (Foto).
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