Fischreisen - Dr. Fisch
 
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        Vor 7 Jahren noch unberührter Traumstrand, heute gebührenpflichtiger Hotelbereich
         

Karimun-Tour20.gifRund um Karimunjawa

Karimunjawa ist eine kleine Inselgruppe etwa 80 km nördlich der indonesischen Insel Java. Der Archipel ist nach der Hauptinsel und ihrem gleichnamigen Hauptort benannt. Etwa 9000 Menschen sind auf diesen Inseln zuhause. Sie leben hauptsächlich von der Fischerei, teilweise aber auch als Bauern oder vom Fremdenverkehr.

Der Karimunjawa Archipel liegt wenige Grad südlich des Äquators in der Javasee. Von den 27 Inseln sind nur 5 bewohnt. Die größten Inseln sind gebirgig und teilweise mit Regenwald und Mangroven bewachsen. Hier leben noch Hirsche, Affen und Riesenschlangen. Letztere kommen gelegentlich sogar bis in den Hauptort. Aber keine Angst! Für Menschen besteht keine Gefahr, nur für die hier überall freilaufenden Hühner!

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Viele Küstenbereiche bestehen aus traumhaften Sandstränden. Davor liegen Saumriffe und Barriereriffe, die noch wenig erkundet sind. Seit wenigen Jahren gibt es sogar Flugplätze für kleine Maschinen und Tauchmöglichkeiten, beides aber wird nur wenig genutzt. Um deutlich zu machen, wie abgelegen diese Inseln sind: Es gibt derzeit (Sommer 2011) noch nicht einmal eine (zugelassene) Tankstelle. Das Benzin für die recht zahlreichen Motorräder und Roller muss in Flaschen und ähnlichen Behältern verkauft werden.

       

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        Partnergrundel und Partnerkrebs
       

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        Java-Reiskärpfling Oryzias javanicus
         

Die meisten Besucher, die es nach Karimunjawa zieht, sind wohlhabende Indonesier, die für ein paar Tage ausspannen wollen. Europäischen Gesichtern begegnet man hier eher selten. Das ist heute so wie vor 7 Jahren, als ich die Inselgruppe zum erstenmal besucht hatte. Allerdings sind inzwischen einige neue Hotels entstanden, teilweise auch für Luxusansprüche!

Die Normalurlauber setzen mit dem Schiff von Java zu den Inseln über. Die Fähre braucht für die Überfahrt von Jepara zur Hauptinsel etwa 7 Stunden und fährt zwei Mal die Woche. Schneller (ca. 4 Stunden Überfahrt) und etwas komfortabler ist die Fastferry von Semerang. Sie ist aber auch deutlich teurer.

Wer etwas mehr von dem Archipel sehen will, nimmt bei ruhiger See an einer der Tagestouren teil, die von den Fischern angeboten werden (Abb. links oben). Bei der Gelegenheit bietet sich die Möglichkeit, schnorchelnd die artenreiche Korallenlandschaft unter Wasser zu erkunden (akute Sonnenbrandgefahr!). Mit etwas Glück begleiten Delfine und fliegende Fische das kleine Boot. Gelegentlich begegnet man auch  Meeresschildkröten und Seeadlern. Seit 2001 ist die ganze Region als Nationalpark ausgewiesen.

Im Folgenden einige Unterwasser-Filme, die ich im Sommer 2011 im Bereich dieser indonesischen Inselgruppe aufgenommen habe. Nicht vergessen: Alle Filme sind vertont und können bildfüllend betrachtet werden!

Zunächst die beiden Filme "Schwimmen mit Haien". Auf der kleinen Insel P. Menjangan Besar, direkt gegenüber dem Ort Karimunjawa, haben Fischer Meeresbereiche mit Steinwällen abgetrennt, in denen sie Haie und andere Fische halten. Zwei Sätze an die Kritiker: Zweifelsfrei würden die Haie die freie Javasee vorziehen, aber sie haben nach ihrem Fang noch ein Superlos gezogen (Stichwort Haifischflossensuppe!). Und man sollte nicht vergessen, dass die Fischer auf diese Weise zusätzliche Einnahmen haben, die man ihnen gönnen sollte! Das Leben in Indonesien ist nicht immer leicht, auch nicht auf Trauminseln ...

Der erste Film zeigt Weißspitzen-Riffhaie Triaenodon obesus, der zweite Schwarzspitzenhaie Carcharhinus melanopterus:

 

Der dritte Film zeigt eine eindrucksvolle Wohngemeinschaft zwischen einer Grundel und einem Krebs, eine Symbiose. Zum Nachlesen: Auf meiner Seite "Fischverhalten" ist der entsprechende Bericht! >>>

Im vierten Film kann man sehen, wie Fünfstreifen-Kardinalbarsche (Cheilodipterus quinquelineatus) zwischen Seeigelstacheln Zuflucht finden und sich im Rhythmus der Dünung bewegen..

Der fünfte Film zeigt, wie das Leben im Brackwasser der Mangrovenregion aussieht: Man sieht Riesenschnecken (Terebralia palustris), eine Grundel (Bathygobius soporator) und Java- Reiskärpflinge (Oryzias javanicus), am Schluß auch eine Riesenschlange (Python).

  

Weitere Filme werden folgen.


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