Fischreisen - Dr. Fisch
 
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Schnorcheln beim Walhai am Ningaloo-Reef

Walhai Rhincodon typus

 

© Dr. Jörg Vierke

Walhaie Rhincodon typus sind nicht nur die größten Haie, sondern auch die größten Fische auf der Erde! Die Berichte über die von ihnen tatsächlich erreichten Körperlängen differieren je nach Quellenlage. Offenbar können sie bis zu 16 m lang werden.

Man kann Walhaie in allen tropischen Meeren antreffen, denn die Fische sind unablässig schwimmend unterwegs und filtern dabei die oberen Wasserzonen nach ihrer Nahrung, nach planktonischen Lebewesen. Sehr viel ist nicht über diese Fische bekannt. Mit dem Golfstrom queren sie den Atlantik. Ihre arttypische Fleckenzeichnung ist bei jedem Einzeltier unterschiedlich. Daher kann man sie wiedererkennen. Es wird davon ausgegangen, dass Walhaie ein Alter von bis zu 100 Jahren erreichen.

Bei Walhaien findet man Ovoviviparie (Stichwort im Biokurs Fortpflanzung bei Fischen >>>!). Die kleinsten bisher gefangenen Walhaie hatten eine Länge von etwa 40 cm. Vermutlich leben die Jungtiere in größeren Tiefen als die Altfische , tiefer als etwa 300 m. Auf diese Weise gibt es keine Nahrungskonkurrenz zwischen den Altersstufen!

Obwohl man Walhaie nicht guten Gewissens im Aquarium halten kann (!!), zeigen einige der großen Schauaquarien diesen größten Fisch der Welt! Neueren Erkenntnissen zufolge erbeuten Walhaie auch Fische bis zur Größe von Makrelen und kleineren Thunfischen. Für Menschen sind sie natürlich absolut unfährlich!

Ein El Dorado für die Freunde der Walhaie ist das Gebiet des Ningaloo-Reef vor der Küste von Westaustralien. Hier hatte man vor 30 Jahren zufällig diese Dinosaurier unter den Fischen entdeckt. Wie man berichtet, brauchte Jacques Cousteau 20 Expeditionsjahre um diese Riesenfische zu filmen - nur zwei Tiere hatte er in diesem Zeitraum gefunden.

Ich hatte Gelegenheit, "meinen" Fisch von Coral Bay aus zu beobachten und zu filmen - am 10. 3. 2013 (Latitude: 23.14311°S23°08´35.2´´ Longitude: 113.7714°E113°46´17.21´´E) Hier ist März bis Juni Saison für entsprechende Schnorcheltouren.

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Walhai beim Abtauchen

Heutzutage ist man beim Auffinden der Meeresriesen nicht mehr wie seinerzeit Cousteau nur auf das Glück angewiesen. Zeitgleich mit einem von etwa 20 Schnorchlern besetzten Schiffchen starten ein oder zwei Kleinflugzeuge und geben die gefundenen Positionen der Fische per Funk an den Bootsführer. Etwas Glück kann also nicht schaden! Der Jubel der Bootsbesatzung war nach dem Eingang des Funkspruches unüberhörbar!

Nur sehr ruhig ziehen Walhaie ihre Bahnen durch die Weltmeere. Schnorchler können ungestörte Tiere leicht einholen. Schöner ist es, wenn der Meeresriese den Schnorchler überholt: Man wird tatsächlich an einen Science  Fiction erinnert. Ist das nicht doch ein Raumschiff, das gerade vorbeigleitet?

Dann zurück wieder an Bord! Neopren und Flossen anbehalten! Denn es gibt weitere Chancen diesem Riesen zu begegnen. Der Schiffsführer folgt ihm und dann folgen weitere Sprünge in den Indischen Ozean zum Walhai!

© Dr. Jörg Vierke

Literaturhinweise / Quellen

Colman, J.G., 1997. A review of the biology and ecology of the whale shark. J. Fish Biol. 51(6):1219-1234.aus fishbase >>

Wikipedia "Walhai" >>

Weniger, Sven: Raumschiff voraus. Süddeutsche.de vom 15.8. 2011 >>


 

Hier der entsprechende Film!