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»» Neuseeland
Weiter kann man sich von zuhause nicht entfernen! Auf kleinem Raum bietet das Land Natur pur - abwechslungsreiche Meeresküsten, Gletscher, Hochgebirge, Moore, Fjorde, Vulkane und urige Regenwälder. Man begegnet hier exotischen Lebewesen, von denen man vorher nie gehört hatte, so den eigenartigen Scale-Insects die Honigtau herstellen (Bild rechts) oder den Pilzmückenlarven, die perlenartige Klebschnüre herstellen und im Dunkeln wunderschön leuchten. Daneben gibt es hier aber auch so altvertraute Pflanzen und Tiere wie Lupinen und Haussperlinge.
Der Dame bei der Tourist Information in der Kiwi-Stadt Otorohanga bin ich ewig dankbar: ich solle zum Carpark an der Aranui Cave fahren, wenn ich Glowworms sehen möchte, mir am besten am Nachmittag alles anschauen und dann bei Sonnenuntergang wieder hin!
Aus einer seitlich gelegenen Höhlenspalte klettert ein junger Franzose, er erzählt begeistert von seinem Höhlenabenteuer. Das lässt mich nicht ruhen; ich eile zurück zum Auto und versorge mich mit festen Stiefeln und mit einer Taschenlampe. – Eine Tropfsteinhöhle, die nicht für Touristen erschlossen ist, in der man in völliger Dunkelheit und im Feuchten klettern muss, ist wirklich ein Abenteuer. Wenn man dann noch wie hier den sagenhaften Höhlenschrecken, den Cave Wetas (Gymnoplectron) begegnet, dann hat sich der Abstecher wirklich gelohnt! Auf den ersten Blick wird man an riesige Spinnen erinnert (Foto!). Aber dieses Erlebnis wurde am Abend noch überboten. Ich kannte die Glühwürmchen schon von anderen Gelegenheiten. Es gibt touristisch gut erschlossene Höhlen bei Te Anau auf der Südinsel und unweit von hier sind die Glowworm Caves von Waitomo. Die „Glühwürmchen“ sind die Larven der Pilzmücke Arachnocampa luminosa, die in feuchten Grotten perlenartige Fangfäden spinnen und mit ihrem Licht versuchen, Motten und andere Nachtinsekten in die klebrigen Fäden zu locken. Im Licht der Taschenlampe kann man die zarten Perlenschnüre und ihre Erbauer beobachten. Doch bei Dunkelheit beeindrucken die Tierchen am meisten, dann verschlägt es einem glatt den Atem. An einigen Stellen hier sind sie so zahlreich, dass man glaubt, in einer klaren Nacht dem Sternenhimmel nahe zu sein. Hier bleibt die Taschenlampe natürlich ausgeschaltet! Das war nun wirklich einer der Höhepunkte der Reise.
Zum Mt. Ruapehu Kratersee
Der Mt. Ruapehu ist mit 2796 m die höchste Erhebung auf der Nordinsel. Dieser Vulkan ist noch hochaktiv. Erst 1995/96 waren die letzten Eruptionen. Dabei kamen glücklicherweise keine Menschen zu Schaden, aber 1953, bei einem anderen Ausbruch, starben 151 Reisende, die im Schnellzug von Wellington nach Auckland wollten. Sie wurden unter Schlamm und Wassermassen begraben als die Wände des Kratersees brachen. Zu diesem Crater Lake kann man aufsteigen. Man braucht nicht die ganze Strecke zu Fuß zu gehen. Man fährt zunächst die Bruce Rd zur Whakapapa Ski Area und dann weiter mit dem Skilift so hoch wie möglich. Wenn man dann zum Kratersee will, braucht man unbedingt Wanderstiefel und Kondition. Auch im Sommer dauert es Stunden, die großen Schneefelder zu queren. Am besten hat man Stiefelmanschetten, damit einem nicht der Schnee von oben in die Schuhe eindringt. Der Anstieg und die abschließende Begehung eines schmalen Schneegrates wird bei guter Sicht mit einem einmaligen Panoramablick belohnt (Foto links). Man sieht den Kratersee, der sich jetzt langsam wieder mit Wasser füllt und aus dem Rauchschwaden aufsteigen und man sieht die Vulkane der Umgebung; auch den Taranaki (Mt. Egmont) konnte ich in der Ferne erkennen.
Flug um den Mt. Cook Wanderung zum Hooker Gletscher (Foto rechts!) Ganz im Süden: Catlins(Foto) Versteinerter Wald bei Curio Bay Urwald am Lake Paringa Mirror Lake (Spiegelsee) bei Te Anau auf der Südinsel (Foto rechts) Hier einige Filme zum Thema!
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