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Rundschwanzmakropoden Macropodus ocellatus aus dem Reich der Mitte

Dieser Bericht ist die aktualisierte Wiedergabe eines Artikels, den ich bereits 1984 in einer Aquarien-Zeitschrift publiziert hatte (Das Aquarium Heft 184, S. 506 - 510). Die Geschichte der Ersteinfuhr ist immer noch interessant. Im Anschluss folgen wichtige Hinweise zur Haltung und zur Zucht dieser schönen Labyrinther.

© Dr. Jörg Vierke

Der Import nur weniger Fische wurde von Labyrinthfischfreunden so ersehnt, wie die Wiedereinfuhr der Rundschwanzmakropoden. Sie wurden damals als Macropodus chinensis bezeichnet; die Herkunft war also China. Viele Jahrzehnte war das Land für "Westler" unerreichbar.

Zur Entdeckungsgeschichte der Rundschwanzmakropoden

Die Gattung Macropodus ist wegen zahlreicher aktueller Untersuchungen reichlich unübersichtlich. Zahlreiche "Neubeschreibungen" waren offensichtlich wenig hilfreich. Wirklich unzweifelhaft sind die Arten opercularis (Bericht bei "Fischreisen"  >>>), spechti (Bericht bei "Fischreisen"  >>>), hongkongensis und ocellatus. Genaueres hierzu in "Wikipedia: Paradiesfische".

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Der Rundschwanz- oder China-Makropode Macropodus ocellatus, ein schönes Männchen
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Das ocellatus-Männchen baut an seinem Schaumnest
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Macropodus ocellatus - Beginn der Paarung
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Das hell gefärbte Macropodus ocellatus-Weibchen umschlungen und wird auf den Rücken gedreht. In diesem Moment erscheint der Pulk der nur schwach weißlich getrübten Eier.
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Macropodus ocellatus: Dieselbe Situation wie oben aus einer anderen Perspektive
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Zumeist kann sich das ocellatus-Weibchen bis zum Abschluß aller Laichakte unter dem Nest aufhalten. In dieser Zeit ist es ganz blaß gefärbt.

Macropodus ocellatus wurde 1842 von CANTOR beschrieben. Im deutschen Sprachgebrauch heißt die Art treffend Rundschwanzmakropode. Sehr irreführend ist allerdings, dass im Englischen Macropodus opercularis als "Roundtail paradisefish" bezeichnet wird (zumindest nach Fishbase, Version 11.2011)! Im Deutschen dagegen wird opercularis Gabelschwanz-Makropode genannt, eine zweifellos richtigere Bezeichnung!

Der wirkliche Rundschwanzmakropode, also Macropodus ocellatus, wurde erstmals 1913 oder 1914 nach Deutschland eingeführt, damals als Macropodus chinensis BLOCH 1790. Dass es sich wirklich um diese Art handelt, zeigt die Zeichnung in "Arnold, Ahl: Fremdländische Süsswasserfische" (1936, S. 412) zweifelsfrei. Damals wie heute scheint diese Art in der längerfristigen Haltung nicht ganz unproblematisch zu sein. Nur wenige Spezialisten befassen sich mit diesen schönen Tieren.

Ich halte viel von den Leistungen der Aquarianer in der Frühzeit der Aquarienkunde. Sie haben unter viel schwierigeren Bedingungen als wir uns das vielfach vorstellen kön­nen Erfolge erzielt, von denen wir oft nur träumen. Aus diesem Grunde studiere ich gern die ganz alten Aquarienzeitschriften. Erstaunlicher­weise findet man dort aber kaum et­was über den Rundschwanzmakro­poden. Seine phantastische Pracht­färbung wurde uns weder im Wort noch im Bild überliefert. Ob nach der Ersteinfuhr wei­tere Importe stattgefunden haben, weiß ich nicht. Gegen Ende der drei­ßiger Jahre waren in Deutschland auf jeden Fall keine Rundschwanzmakropoden mehr zu bekommen. Es sollte über 50 Jahre dauern, bis wieder Rundschwanzmakropoden nach Deutschland kamen. Wie at­traktiv die Fische sind, ahnte ich nur, als ich in meinem Buch über Laby­rinthfische schrieb: "Ein Wiederim­port wäre wünschenswert."

Es ist schon etwas länger her: Mitte März 1983 rief mich Otto NAUJOKAT aus Rem­scheid an. Ich kannte ihn schon seit einiger Zeit als engagierten Freund von Laby­rinthfischen. Wieder und wieder sprach er von seinem Vorsatz, den Rundschwanz-Makropoden aus Chi­na zu besorgen. Nun war er dem Ziel greifbar nahe; denn er sollte für seine Firma nach Rotchina reisen. Nur, wo in China gibt es denn die Tiere?

China ist groß. Ich durchforschte meine Literatursammlung, speziell das Standardwerk von NICHOLS (1948) "The Fresh-water Fishes of China" und konnte folgende Fund­orte durchgeben: Ningpo, Shang­hai, Chili, Tungting Lake, Hunan, Anhwei, Shantung. Die Art müsste häufig anzutreffen sein, konnte ich Herrn NAUJOKAT noch mitteilen. Einige Wochen später erhielt ich wieder einen Anruf. Herr NAUJOKAT teilte mir mit, dass die Fische da wären. Er hatte sie tatsächlich an ei­nem der von mir genannten Fundor­te gefangen, und zwar am Tungting Lake, zu dem er extra hingereist war. Einige der Tiere hatten den lan­gen Transport nicht lebend über­standen, aber es waren noch aus­reichend viele Fische da. Ich erhielt neben den Spiritusleichen (die ich später an das Senckenberg-Mu­seum weitergeleitet habe) auch ein besonders schönes "Paar". Zumin­dest glaubten wir das. Bald mussten wir aber erkennen, dass unter all den Tieren, die NAUJOKAT mitge­bracht hatte, kein einziges Weib­chen war. Auch unter den Spiritus­tieren fand sich nur ein einziges Weibchen. Mir ist nicht ganz klar, wie sich diese Geschlechtsvertei­lung erklärt.

Die Enttäuschung war also riesen­groß. Ich setzte meine beiden Männchen, die immerhin bald 8,5cm Gesamtlänge erreicht hatten, zu zwei Macropodus opercularis­ Weibchen. Die Männchen bauten Schaumnester und balzten, dass es eine Pracht war. Leider ließen die artfremden Weibchen sich nicht er­weichen, aber ich bekam auf diese Weise immerhin einen Eindruck von der Farbenpracht der Männchen. Es war nicht möglich, Mischlinge zu erzielen, aber das hatte ich weder erhofft noch erwartet.

Die Männchen sehen wirklich herr­lich aus! Bei der Balz sind die Männ­chen am Kopf und im vorderen Kör­perdrittel hell, mit tigerartigen Quer­streifen. Der Rest des Körpers ist einfarbig grauschwarz. Ein beson­ders prächtiger Schmuck ist die Schwanzflosse. Sie leuchtet kräftig orange. Bei entsprechender Be­leuchtung erstrahlt ein normalerwei­se unscharf begrenzter, blaugrauer Fleck im hinteren Bereich der Dor­sale leuchtend blaugrün. Auch die Bauchflossen haben diese Fär­bung. Doch was hilft die Farben­pracht; denn ohne Weibchen keine Nachzucht! Ich wusste zu dieser Zeit noch nicht, dass etwa gleichzeitig auch R. HAASE die Art in Chi­na gefangen hatte, dieses Mal in der Nähe von Hangzhou, etwa 120 km südwestlich von Shanghai. Auch von diesem Stamm existieren inzwi­schen Nachzuchten. Auch? Sollen unter den "Naujokat-Makropoden" also doch Weibchen gewesen sein? Ich glaubte es schon nicht mehr; aber ich will die Geschichte von An­fang an berichten. Bereits in China konnte  NAUJOKAT in seinem Hotelzimmer die ersten Paarungen seiner Rundschwanzmakropoden beobachten. An eine Mitnahme des Laichs hatte er aber nicht ernsthaft gedacht. Bei seiner Ankunft in Rem­scheid fand er im Transportwasser winzigste Labyrinther vor, die er dann aufzog. Es waren sechs Rund­schwanzmakropoden .

Ende des Jahres klingelte wieder das Telefon bei mir. Herr NAUJO­KAT fuhr erneut nach China und wollte dieses Mal Weibchen mitbrin­gen. Die "alten" Tiere bot er mir an. Ich übernahm sie gern und hatte bald die sechs kleinen Fische in meinem Aquarium. Es war noch zu früh zum Jubeln, aber ich hatte Hoff­nung, ein, vielleicht sogar zwei Weibchen unter ihnen zu haben. Es sollte aber nichts übereilt werden.

Ein Blick in die Klimatabelle zeigte mir, daß der Winter in dem Herkunfts-Gebiet dieser Makropoden härter ist als in Norddeutschland! Mein Ma­kropoden-Aquarium kam zur Überwinterung in die Garage und blieb dort bis zum März. Die Temperaturen lagen zwischen + 4 Grad Celsius und + 10 Grad Cel­sius. Ich halte eine kühle Überwinte­rung für wichtig.

Wegen der Dichteanomalie des Wassers (es ist bei + 4° am schwersten)  herrscht am Grunde von einigermaßen tiefen Seen auch im kältesten Winter eine Temperatur von + 4°. Darauf sind die Fische eingestellt. Bei einem meiner Überwinterungsversuche im Aquarium sank die Temperatur fatalerweise um ein Grad tiefer auf + 3° C. Trauriges Ergebnis: die Fische starben.

Herr Naujokat berichtete mir später, dass er im Winter mit seiner Makropodensuche in China nicht erfolgreich war, der Tungting Lake war total zugefroren! So wie unsere einheimischen Fische auch, überwintern diese Labyrinther unter der Eisdecke. Dann sind sie wegen des geringen Gesamtumsatzes nicht mehr auf ihre Labyrinthatmung angewiesen. - Es sieht also so aus, als hätten wir in den Rund­schwanzmakropoden einen idealen Fisch für den Gartenteich.

Aquarienhaltung und Fortpflanzung

Die Geschlechter lassen sich bei den Rundschwanzmakropoden nur schwer unterscheiden, denn alle Farbmuster und Verhaltensweisen können auch beim Weibchen beob­achtet werden; selbst das Erzeugen von Schaumblasen und das typi­sche Bauchflossenzappeln. Auch Weibchen haben verlängerte Rüc­kenflossenzipfel. Allerdings reichen sie nicht ganz so weit nach hinten wie die der Männchen. Die Weib­chen sind auch etwas fülliger und bleiben kleiner, gleiches Alter vor­ausgesetzt. Ein sicheres Kennzei­chen ist der Eierstock, der im Ge­genlicht im etwas transparenten Schwanzstiel wie eine bis dorthin reichende Verlängerung des Einge­weidesackes erscheint.

Paarweise untergebracht, dominie­ren die größeren Männchen eindeu­tig. Den Weibchen muss man ausrei­chend Versteckmöglichkeiten bie­ten, damit sie keinen ernsthaften Schaden nehmen. Rundschwanz­makropoden können ganz schön heftig werden, gelegentlich auch gegen Fische anderer Art. Im Ver­gleich zu den etwas bulligeren Paradiesfischen sind sie aber weniger aggressiv. Lebendfutter wird bevor­zugt, Flockenfutter aber auch ange­nommen. Bei der Zucht sollte man aber auf Lebendfutter nicht verzich­ten, auch nicht bei der Aufzucht der Jungtiere.

Ich hielt meine Fische paarweise in Aquarien mit einem Inhalt von 25 bis 40 l. Bei Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius beginnen die Männchen sofort mit dem Nestbau, wenn sie kühl überwintert wurden. Meine Tiere züchteten bisher bei Temperaturen zwischen 25 und 27 Grad Celsius. Bei 30 bis 32 Grad Celsius sind sie aber noch lebhafter. Diese Temperaturen werden auch im heimatlichen Biotop erreicht. Im Aquarium dürfen derart hohe Tem­peraturen aber nur für einige Tage gehalten werden! Ich pflege und züchte meine Fische bei etwa neu­tralen pH-Werten und Härtegraden zwischen 10 und 15 Grad dGH.

Die Männchen von Macropodus ocellatus errichten ihre Schaumnester bevorzugt unter Schwimmpflanzenblättern oder zumindest zwischen einer Schicht aus Schwimmpflan­zen. Im Vergleich zu anderen Macropodus-Arten jedoch bleiben die Schaumnester klein. Manchmal sieht man sogar nur verstreute Schaumblasen. Jedenfalls sind das meine bisherigen Erfahrungen. Das Männchen bedroht das Weibchen gelegentlich, indem es die Kiemen­deckel weit abspreizt. Am äußeren Rand der Kiemendeckel befindet sich jeweils ein dunkelblauer, gold­glänzend eingefasster Opercular­fleck. Auch Macropodus opercularis hat einen derartigen Fleck. Die wis­senschaftlichen Artnamen von ocellatus und opercularis beziehen sich  darauf.

Laichbereite ocellatus-Weibchen verblassen völlig und sehen dann blassgelb aus. Nur in den Flossen findet man noch einen Rest Rotfärbung. Immer wie­der schwimmt das Männchen zum Weibchen hin und präsentiert sich mit voll gespreizten Flossen quer vor ihm. Anschließend schwimmt es zurück zum Nest. Wenn sich das Weibchen dem Schaumnest nähert, schlängelt es sich mit auffallenden seitlichen Körperbewegungen in den "Gefahrenbereich". Das Männ­chen ist jetzt angriffslustig. Das Weibchen nimmt in Nestnähe oft eine schräge KopfobensteIlung ein und schaukelt dann mit betonten Schwanzbewegungen. Oft hilft die­se "Unterwürfigkeitsgeste" nicht. Wenn das Männchen sich jetzt dro­hend nähert, flieht das Weibchen in aller Regel. In vielen Fällen gelingt es dem Weibchen aber, für die Zeit des Ablaichens unter dem Nest ge­duldet zu werden. Es verteidigt dann das Nest oft heftiger gegen ande­re Beckenbewohner als das Männ­chen.

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Rundschwanzmakropoden-Männchen Macropodus ocellatus
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Nach Beenden des Laichens verliert das ocellatus-Männchen seine Prachtfärbung  und das Schaumnest zerfällt weitgehend. Der Vater trägt seinen Laich zu einem Klumpen zusammen.

Vor allem zu Beginn der Laichphase sieht man viele Paarungseinleitun­gen, die nur zu einer lockeren Um­schlingung führen. Die Partner schwimmen sofort wieder auseinan­der, ohne dass es zur Laichabgabe kommt. Bei der Paarungseinleitung steht das Männchen mit weit gespreizten Flossen unter dem Nest, mit dem Kopf schräg nach oben wei­send.

Bei dieser Gelegenheit beobachtet man das typische Zappeln mit den Bauchflossen. Dabei werden die an den Spitzen blauglänzenden Ventralen alternierend angelegt und abge­spreizt. Dieses "Bauchflos­senzappeln" sieht man gelegentlich ebenfalls beim Paradiesfisch Macropodus opercularis, wenn auch weniger ausgeprägt.

Bei einem vollständi­gen Laichakt reagiert das Männ­chen auf seine seitlich sich an ihn drängende Partnerin mit einer fe­sten Umklammerung. Wenig später kippt das derart umschlungene Paar, so dass die Genitalöffnung der Tiere nach oben weist, zum Nest. In diesem Moment erfolgt der Eiausstoß. Es werden pro Paarung bis zu 40 klare, nur schwach weißlich getrübte Eier ausgestoßen, die direkt nach oben schwimmen. Das Weib­chen wird dann sofort freigelassen. Ich habe bisher nur das Männchen beim Einsammeln der Eier beob­achten können.

Im Vergleich zum Paradiesfisch, Macropodus opercularis werden nur wenige Eier erzeugt. Meine noch nicht voll ausgewachsenen Tiere brachten es auf maximal etwa 250 Eier. Selbst ausgewachsene Tiere dürften kaum mehr als 500 Eier pro Laichphase erzeugen. Die entspre­chenden Zahlen für Paradiesfische liegen im Bereich zwischen 300 und 1000 Eier. Aber auch weitere Ver­gleiche sind interessant: die Eier der ocellatus sind deutlich größer als die von opercularis (Eidurchmesser mit Eihülle 1,1 mm: 0,9 bis  1,0 mm) und auch ihre Schlupfzeit dauert et­was länger (34 bis 33 Stunden : 28 Stunden). Das passt alles zusam­men, denn größere Eier und längere Entwicklungszeit sind normalerwei­se mit geringerer Eizahl und intensi­verer Brutpflege korrelliert.

Eine besonders intensive Brutpfle­ge zeigt sich bei Labyrinthfischen mit Schwimmeiern dadurch an, dass die brutpflegenden Tiere den Laich zu Laichklumpen zusammentragen, unter Vernachlässigung des Schaumnestes. Die auf kleinstem Raum konzentrierten Eier lassen sich leichter verteidigen. Entspre­chendes kennen wir unter den Fa­denfischen beim Honigfadenfisch, Colisa chuna) und beim Ceylon-Ma­kropoden, Belontia signata. Auch die Rundschwanzmakropoden zeigen dieses Verhalten (Foto oben rechts!).

Wie bei allen intensiven Brutpfle­gern, sollte man den Nachwuchs so lan­ge wie möglich beim brutpflegenden Elternteil belassen. Erst wenn die Jungen freischwimmen sollte man sie vom Va­ter trennen. Das ist bei einer Temperatur von 25 Grad Celsius am dritten, meist aber erst am vierten Tag der Fall. Die Kleinen fressen zunächst Infusorien, doch schon nach etwa vier Ta­gen können sie frischgeschlüpfte Artemia-Nauplien bewältigen. Die weitere Aufzucht ist dann nicht mehr schwer, wenngleich gesagt werden muss, dass man doch etwas mehr als bei Macropodus opercularis aufpas­sen muss.

Zur Haltung, Erhaltung und zum Erhalt

In der Zwischenzeit hörte ich von Bekannten, dass bei einigen ihrer Rundschwanzmakropoden eine schwer heilbare Infektion aufgetre­ten sei. Es handelt sich dabei offen­bar um eine bakterielle Erkrankung. Mit regelmäßigen Gaben von Le­bendfutter, kühler Überwinterung und häufigem Austauschen kleiner Wassermengen sollte man der Er­krankung vorbeugen. Auch gegen Oodinium-Infektionen sind die Fi­sche offenbar anfällig, vor allem ver­mutlich Tiere, die in zu weichem Wasser gehalten werden. Oodinium ist aber kein Problem, wenn man die Krankheit schon rechtzeitig erkennt.

Wir haben lange auf die Wiederein­fuhr der Rundschwanzmakropoden gewartet. Es sind herrliche Tiere; ich wage es sogar zu behaupten, dass es nur wenige Labyrinthfische gibt, die es im Hinblick auf ihre Er­scheinung mit ihnen aufnehmen können. Darüber hinaus sind es in­teressante Fische, die vor allem ei­ne Eigenschaft haben: sie können (höchstwahrscheinlich sogar lang­fristig!) im Gartenteich gehalten werden! Das ist für die Freunde der Labyrinthfische eine Attraktion be­sonderer Art.

Auch heute sind Rundschwanzmakropoden immer noch eine Rarität bei den Aquarienfreunden. Im Zoogeschäft wird man sie wohl kaum mal sehen. Wer Interesse an diesen erhaltensweren Zierfischen hat, muss sich schon an Spezialvereinigungen wenden. Hier ein Linktipp für Suchende: AK Labyrinthfische im VDA - Haben und Suchen  >>> ! Hier kann man fündig werden.

© Dr. Jörg Vierke

 

Literatur:

 

Naujokat, Otto, 1984, Aquarienmagazin, Heft 7, S.305-307 

Saddey, Heinz, 1984, Das Aquarium, 179, S.237

Seehaus, Thomas, 1999, Der Makropode, Heft 3/4, S.30; im Netz: >>>

Vierke, Jörg, 1984, Das Aquarium, 184, S.506-510

 

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