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Eine Handvoll Killis

©  Dr. Jörg Vierke

Die großen Nationalparks Ostafrikas sind uns aus Fernsehberichten bekannt. Herden von Ze­bras und Gnus, vereinzelt Giraffen und Gazellen, verteilen sich über die weiten Grasländer, die immer wieder von einzelnen Akazien oder ganzen Baumgruppen unterbrochen sind. Zur Trockenzeit geraten die Tiere hier in Not, denn viele der sonst wasserspendenden Sümpfe und Tümpel trocknen jetzt aus. Zurück bleibt der ausgetrocknete Gewässergrund - die großen Tierherden sind gezwungen abzuwandern. Man sollte es nicht für möglich halten, daß diese Gewässer Fische enthalten!

Orchideen Prachtgrundkärpfling Nothobranchius eggersi

Orchideen Prachtgrundkärpfling Nothobranchius eggersi

 

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Nothobranchius flammicomantis Kisaki

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Nothobranchius guentheri
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Nothobranchius hassoni

Die meisten Fische müssen mit dem Trockenfallen der Sümpfe und Tümpel sterben. Einige jedoch vergraben sich tief in den Schlamm und überdauern hier in einer Art Trockenstarre. Ein Beispiel hierfür ist der Lungenfisch. Andere hingegen haben diese Möglichkeit nicht. Trotzdem erhalten sie ihre Art. Sie haben rechtzeitig ihre Eier im morastigen Grund des Ge­wässers abgelegt. Hier entwickelt der Laich sich zunächst nicht weiter. Er ist auf eine jetzt folgende Trockenphase von mehreren Monaten eingestellt. Erst wenn die Regenzeit einsetzt und sich die Tümpel und Morastflächen innerhalb weniger Stunden und Tage wieder auffül­len, schlüpfen die kleinen Fische. Jetzt müssen sie so viel wie möglich fressen und rasch her­anwachsen. Denn vor dem erneuten Trockenfallen ihres Teiches sollten sie bereits ihrerseits die Eier abgelegt haben. Ihre Lebenszeit ist nur auf wenige Monate begrenzt. Man spricht hier von annuellen Fischen (von lat. annuus - das Jahr), denn niemals werden sie älter als ein Jahr, jährlich erscheint eine neue Generation dieser Fische.

Die hier angesprochenen Fische gehören zu den Eierlegenden Zahnkarpfen. Von den Aquari­enfreunden werden sie auch als Killifische oder einfach als Killis bezeichnet. Nicht alle Killis sind wie hier geschildert an periodische Trockenzeiten angepaßt. Die hier vorgestellten, noch nicht einmal fingerlangen Nothobranchius-Arten leben sehr intensiv, als wüßten sie, wie kurz die ihnen verbleibende Zeit ist: sie werden nicht nur sehr schnell erwachsen, sie sind ständig aktiv, meistens herrlich bunt gefärbt und jederzeit entweder auf der Suche nach Futter oder nach einem Geschlechtspartner.

Der Orchideen-Prachtgrundkärpfling (Foto oben links) wurde erst 1981 im Küstentiefland Osttanzanias entdeckt. Ein Jahr später erhielt das Fischchen nach einem der Entdecker seinen wissenschaftlichen Namen. Von dieser Art, aber auch in der weiteren Nothobranchius-Verwandtschaft, gibt es auch Tiere mit herrlichen knallroten Flossen. Ein Beispiel ist der rechts gezeigte N. guentheri, eine Art, die bereits seit vielen Jahrzehnten von der Insel Sansibar bekannt ist und von der eine Anzahl verschieden gefärbter Varianten in den Aquarien schwimmen. Wen wundert es, dass diese Fische immer wieder Liebhaber unter den Aquarien­freunden finden, auch wenn sie nicht einmal ein Jahr alt werden?

Ganz ähnliche Klimaverhältnisse gibt es im Süden des südamerikanischen Kontinents. Die hier lebenden Killis sind auf ganz entsprechende Weise an das Austrocknen ihrer Heimatge­wässer angepaßt wie ihre ostafrikanischen Verwandten. Einen kleinen Unterschied gibt es aber doch. Zum Ablaichen tauchen die Südamerikaner gleich zentimetertief in den morasti­gen oder torfigen Bodengrund ihres Heimatgewässers. So sind ihre Eier optimal vor Aus­trocknung geschützt. Die gerade beschriebenen Südamerikaner wurden bis vor Kurzem zur Gattung Cynole­bias gestellt, heute nennt man sie Austrolebias (vgl. Foto von Austrolebias nigripinnis). Die Weibchen sehen weit un­scheinbarer aus und bleiben deutlich kleiner.

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Männchen von Austrolebias nigripinnis, dem Schwarzen Fächerfisch

Wer solche "Saisonfische" züchten will, muß ihren Lebensrhytmus berücksichtigen. Am be­sten richten wir den Fischen ein 10 bis 20 Liter Wasser fassendes Zuchtbecken ein. Das Was­ser sollte weich sein und leicht sauer. Zur Einrichtung brauchen wir lediglich Bodengrund! Hierzu verwendet man ausgekochten und gut durchgespülten Torf. Die Torfschicht kann bei den afrikanischen Arten einen oder zwei Zentimeter betragen, bei den bodentauchenden Süd­amerikanern muß sie natürlich dicker sein.

Gebänderter Prachtkärpfling Chromaphyosemion bivittatum, Männchen
Gebänderter Prachtkärpfling Aphyosemion bitaeniatum, Männchen

Für einen optimalen Laichansatz nimmt man am besten ein Männchen und zwei Weibchen. Wenn man die Zuchttiere vorher einige Tage nach Geschlechtern getrennt und abwechslungs­reich ernährt hatte, beginnen sie bald schon abzulaichen. Nach zwei Tagen können wir das Trio aus dem Zuchtbecken herausholen und es gegebenenfalls durch ein anderes ersetzen. 

Wenn wir annehmen müssen, daß unser Torf ausreichend mit Laichkörnern angereichert ist, wird der Bodengrund aus dem Becken geholt, in ein Netz gebracht und jetzt mäßig kräftig ausgedrückt. Keine Angst, ein bißchen vertragen die Eier schon! Jetzt lassen wir den Torf ein wenig liegen. Der Torf sollte feucht sein, nicht naß und auf keinen Fall ganz trocken. Einige Aquarianer machten beste Erfahrungen mit schon ziemlich trockenem Torf - sie prägten den Begriff  "tabakfeucht" - andere ziehen feuchteres Substrat vor. Auf jeden Fall kommt der Torf jetzt für 2 bis 6 Monate in eine Plastiktüte. Hier überstehen die Eier nun ihre Trockenperiode. Damit sich keine Schimmelpilze im Torf ausbreiten, sollte die Tüte jedoch hin und wieder geöffnet, und der Torf gut durchgeschüttelt werden.

Die Dauer der nun folgenden Entwicklung der Brut ist von vielen Faktoren abhängig. Die Art der Fische, die Temperatur, der Feuchtigkeitsgrad des Torfs - das alles spielt eine Rolle für die Entwicklungszeit. Nach zwei Monaten sollte man den Torf zum erstenmal inspizieren. Hier ist eine gute Lupe sehr hilfreich! Kann man in den Eiern schon die Augen der Jungfisch­chen erkennen? Dann ist es Zeit für den ersten Aufguß! Der Torf mit den Eiern kommt in ein Schälchen und wird jetzt mit etwa 18° C kühlem, weichem Wasser übergossen. Jetzt schlüp­fen die Kleinen und schwimmen zunächst dicht unter der Wasseroberfläche, so daß wir sie leicht abschöpfen können. Sollte die Schlupfrate enttäuschend sein oder gar gleich Null, dann lassen wir nach zwei Tagen den Torf wieder trocknen und unternehmen nach drei oder vier Wochen einen erneuten Versuch.

Es hat sich herausgestellt, daß der entscheidende Faktor, der die Kleinen zum Schlüpfen ver­anlaßt, der Sauerstoffmangel ist. Wenn das Wasser beim Aufguß die Eier umspült, dringt durch die Eischale weniger Sauerstoff als gewöhnlich! Viele Aquarianer machen sich das zu­nutze und streuen direkt nach dem Aufguß Trockenfutter auf die Wasserfläche. Aber nicht um die Kleinen zu füttern! Bakterien und andere kleinste Mikroorganismen werden jetzt vom Futter zehren und sich vermehren. Sie verbrauchen dann sehr viel Sauerstoff, was das Schlüpfen der Fischchen begünstigt. Sicher ist klar, daß die Kleinen nach dem Schlüpfen nun schnell in sauberes Wasser überführt werden müssen! Als erstes Futter nehmen sie anstands­los frischgeschlüpfte Salzkrebschen.

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Zwei farbenprächtige Fundulopanchax (früher Aphyosemion):   links F. filamentosus und rechts F. amieti .

Eierlegende Zahnkarpfen gibt es mit Ausnahme von Australien auf allen Kontinenten. Somit müssen sie auch an die verschiedensten Lebensbedingungen angepaßt sein. Typische Urwald­tümpel sind in der Regel nicht vom Trockenfallen bedroht. Dort also wäre es sinnlos, wenn die Eier vor dem Schlupf erst eine mehrmonatige Trockenpause durchmachen müßten. Und natürlich werden Fische aus diesen Gewässern auch älter als ein Jahr. Aber so wie es in Afrika alle Übergänge von den ständig feuchten Zonen im tropischen Regenwaldgürtel über Feuchtsavanne, Trockensavanne bis hin zur trockenen Dornsavanne gibt, so gibt es auch Übergänge zwischen annuellen und nichtannuellen Arten. Diese findet man vor allem bei den westafrikanischen Aphyosemion-Arten.

Kap Lopez Aphyosemion australe
Kap Lopez Aphyosemion australe - Männchen
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Der Faden-Prachtkärpfling Fundulopanchax filamentosus, ein Männchen

Die Fische aus dieser Gruppe gehören nun wirklich zu den buntesten unter den Bunten. Die Farben- und Formenpracht in der Gattung Aphyosemion ist wirklich überwältigend. Selbst Spezialisten unter den Killifischfreunden haben oft Schwierigkeiten, die einzelnen Arten zu bestimmen. Es gibt weit über 80 beschriebene Arten und einige weitere Unterarten. Jährlich kommen Aquarianer von Tropenexkursionen in die Länder Westafrikas nachhause und brin­gen neue Arten mit. Manchmal findet man nur wenige Kilometer neben einem Tümpel mit einer bestimmten Aphyosemion-Art im Nachbartümpel eine neue Form, die sich nur in weni­gen Merkmalen von der anderen Art unterscheidet.

Neben neuen und teilweise auch recht anspruchsvollen Fischen aus der Gattung Aphyosemion gibt es aber auch altbewährte Arten, geradezu "Klassiker" der Aquaristik, beispielsweise den "Kap Lopez", Aphyosemion australe. Die ersten dieser Fische erreichten Deutschland bereits 1913. Seitdem sind sie aus unseren Aquarien nicht mehr verschwunden. Das liegt weniger an der Schönheit dieser auch als "Bunte Prachtkärpflinge" bezeichneten Tiere, sondern vor allem an ihrer Genügsamkeit und leichten Züchtbarkeit. Seit etlichen Jahren gibt es auch eine Gelblingsform dieser Art. Auch sie ist anspruchslos in Haltung und Zucht.

Die friedlichen Tiere kann man problemlos mit anderen Friedfischen gemeinsam unterbrin­gen. Sie lieben dicht mit Wasserpflanzen bepflanzte Becken und lediglich gedämpfte Be­leuchtung.

Kap Lopez Aphyosemion australe laichend
Kap Lopez Aphyosemion australe ablaichend

Schön ist es, wenn man einige Schwimmpflanzen ins Aquarium bringt und wenn der Bodengrund dunkel ist. Es hat sich bewährt, den Boden mit einer dünnen Schicht aus Torffasern abzudecken. Das Wasser sollte weich oder nur mittelhart sein und leicht sauer. Die Wassertemperaturen können zwischen 20 und 24° C liegen. Im Hinblick auf das Futter hat man mit dem "Kap Lopez" keine Probleme. Neben Lebendfutter jeglicher Art nimmt er an­standslos auch Frostfutter oder Flockenfutter.

Heimat des "Kap Lopez" ist das Küstengebiet von Gabun. Hier liegt direkt der Äquator und es regnet fast täglich. Die Wohngewässer dieses Killifisches trocknen also nicht aus. Aus diesem Grund brauchen die Eier keine Entwicklungspause, daher ist die Lebenserwartung dieses Fischchens auch nicht auf ein Jahr begrenzt. Allerdings ist die Lebensspanne des Kap Lopez auch nur relativ knapp. Nach höchstens drei Jahren ist ihre Lebensuhr abgelaufen.

Die Zucht ist recht einfach. Selbst im Gesellschaftsaquarium sieht man, wie die Männchen ihre unscheinbar gefärbten Weibchen verfolgen. Sie überschwimmen die Weibchen und drücken sie mit ihren Körpern an den Boden. Dazu suchen die Weibchen Bodenregionen auf, die mit Torffasern oder mit feinen Pflanzen wie zum Beispiel Javamoos belegt sind. Eng an­einandergepreßt werden die Eier dort an die Pflanzen geklebt. Täglich kommen auf diese Weise etwa 10 bis 20 Eier pro Weibchen zusammen.

Kap Lopez Aphyosemion australe Gelblingsform

Kap Lopez Aphyosemion australe, Gelblingsform

Im Gesellschaftsaquarium haben die Eier oder die daraus schlüpfenden Jungfische keine Überlebenschance. Zur Zucht braucht man ein gesondertes Becken. Das Zuchtbecken sollte im Prinzip so wie oben angegeben eingerichtet sein, braucht aber nicht sonderlich groß zu sein. Auch 10-Liter-Aquarien haben sich hier bestens bewährt. Die Jungen schlüpfen nach etwa zwei Wochen. Jetzt hat man zwei Möglichkeiten, um die Jungen großzuziehen. Entwe­der versuchen wir täglich, möglichst viele der direkt unter dem Wasserspiegel schwimmenden Jungtiere abzuschöpfen und in ein gesondertes Aufzuchtbecken zu überführen. Besser ist es aber, die Eltern nach dem Auftauchen der ersten Jungfischchen herauszufangen und in ein anderes Zuchtbecken zu überführen. Dann kann man die Kleinen ohne weitere Störungen großziehen. Sie fressen gleich frischgeschlüpfte Salzkrebschen, das Erstfutter ist also kein Problem.

Die beschriebenen Zuchtmethoden sind keinesfalls optimal; für den Durchschnittsaquarianer jedoch ausreichend. Wer rationeller haftlaichende Killifische züchten will, sollte in das Zuchtbecken weder Bodengrund noch Pflanzen geben. Stattdessen gibt man ein Bündel grü­ner Perlonwolle hinein, das man täglich herausholt und auf Eier kontrolliert. Die herausgele­senen Eier werden in eine flache Plastikschale mit Wasser gleicher Qualität überführt, das gegebenenfalls noch mit Trypaflavin oder einem anderen Mittel gegen Laichverpilzung ver­setzt wird. Die Perlonwolle kommt anschließend wieder zurück zu den Zuchtfischen.

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Tanganyika-Leuchtaugenfisch Lamprichthys tanganicanus

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Tanganyika-Leuchtaugenfisch Lamprichthys tanganicanus

Einen ganz anderen Typ unter den Killifischen stellen die Leuchtaugenfische dar. Sie leben in Schwärmen und brauchen das Freiwasser. Stellvertretend für sie soll hier kurz der Tanganyika-Leuchtaugenfisch Lamprichthys tanganicanus vorgestellt werden:

Sie brauchen ihrer Herkunft gemäß härteres, alkalisches Wasser und neben felsartigen Aufbauten (zum Ablaichen!) viel freien Schwimmraum. Die Fische erreichen immerhin Gesamtlängen von bis zu 14 cm und gehören damit zu den größten Killis! Sie sollten in eine Gruppe von etwa 10 bis 15 Artgenossen gepflegt werden. Sie brauchen daher Aquarien von mindestens 1,5 m Länge und einem Volumen von etwa 300 l. Man kann sie gut gemeinsam mit Tanganyika-Buntbarschen halten, wenn die in der Größe einigermaßen zusammen passen.

Anmerkung: Diese Killis wurden im November 2010 als "Fische des Monats" genauer vorgestellt >>>.

Querbandhechtlinge Epiplatys dageti aus Westafrika
Querbandhechtlinge Epiplatys dageti monroviae aus Westafrika, zwei Männchen

Werfen wir am Schluß noch einen Blick auf richtige kleine Räuber! Auch die gibt es unter den Killis. Die natürliche Nahrung aller bisher angesprochenen Arten sind kleine Insekten. Die hier jetzt vorgestellten Fische können gut auch mit größeren Insekten und kleinen Fisch­chen gefüttert werden. Man sieht ihnen ihre räuberische Natur an. Sie haben eine hechtähnli­che Körperform und werden daher auch als Hechtlinge bezeichnet. Sie lieben es, dicht unter dem Wasserspiegel nach Anflugnahrung zu lauern. Der Aquarianer braucht sich allerdings keine großen Sorgen um die Ernährung seiner Hechtlinge zu machen, denn alle nehmen gern auch Flockenfutter.

Grüner Streifenhechtling Aplocheilus dayi aus Sri Lanka

Auch die hier im Bild vorgestellten Hechtlinge sind "altgediente Aquarienfische". Der in Vorderindien und Sri Lanka beheimatete Streifenhechtling Aplocheilus lineatus wurde bei uns erstmals schon 1909 eingeführt, der im gleichen Gebiet lebende Grüne Streifenhechtling Aplocheilus dayi 1937. Im Gegensatz zu diesen Fischen stammt der Querbandhechtling Epi­platys dageti aus Westafrika. Auch diese Art schwimmt schon seit 1908 in unseren Aquarien. - In jüngerer Zeit macht A. lineatus in einer wirklich sehr ansprechenden Gold-Variante Furore.

Alle hier vorgestellten Hechtlinge sind pflegeleicht. Als Oberflächenfische, die sich aber ge­legentlich doch gern verstecken wollen, sollten wir dafür sorgen, daß sie einerseits dichte Schwimmpflanzen an der Wasseroberfläche vorfinden, die ihnen als Versteck dienen können, andererseits aber auch pflanzenfreie Zonen. In diesen Pflanzendickichten laichen sie dann auch gern ab.

 

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Streifenhechtling Aplocheilus lineatus, links ein Paar

 der goldenen Variante, rechts die Naturform 

Die Zucht und die Aufzucht der kleinen Hechtlinge kann im Prinzip genau so erfolgen, wie es bei den anderen Haftlaichern am Beispiel von Aphyosemion australe be­schrieben wurde. Die kleinen Hechtlinge wachsen rasend schnell und haben natürlich einen entsprechenden Futterbedarf. Wir sollten sie nach Größen sortieren, denn sonst müssen wir erleben, daß sich die Großen als wahre Räuber erweisen: sie fallen über die kleineren Ge­schwister her. Und noch etwas gibt es bei den Hechtlingen zu beachten. Sie sind wirkliche Meisterspringer! Sie nutzen manchmal auch noch den kleinsten Spalt in der Aquarienab­deckung, um das Becken zu verlassen. Das endet natürlich tragisch. Ein Hechtlingsaquarium muß also immer ganz sorgfältig abgedeckt sein. In gewisser Hinsicht gilt dies allerdings auch für die anderen Killifische. Eine gewisse Leidenschaft zum Springen bringen sie alle mit.

Querbandhechtlinge Epiplatys dageti

Ein Paar Querbandhechtlinge Epiplatys dageti monroviae aus Westafrika

©  Dr. Jörg Vierke


 

 

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