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Interessantes aus der Aquarienkunde - Kurzberichte

(C) Dr. Jörg Vierke

Die Haltung von Apfelschnecken ist verboten

Seit dem November 2012 gilt EU-weit ein Vorbot der Haltung und des Handelns mit Apfelschnecken. Das Verbot betrifft alle Arten der Gattung Pomacea.

Begründung: In den Reisfeldern Spaniens sind Apfelschnecken zu einer wirklichen Plage geworden. Zweifellos sind die Tiere nicht von Aquarianern mitgebracht worden. Ganz sicher wurden sie aus Asien mit jungen Reispflanzen eingeschleppt. Es handelt sich offensichtlich nicht um die den Aquarianern bekannte Pomacea bridgesii, aber da die Arten dieser Gattung im Einzelfall kaum zu unterscheiden sind, hat man eben die ganze Gattung auf die Liste gesetzt.

In Nord- und Mitteleuropa würden die tropischen Apfelschnecken die Winter nicht überstehen. Daher ist dort keine Gefahr durch freikommende oder ausgesetzte Apfelschnecken zu erwarten. Die Gefahr beschränkt sich auf südliche Länder mit Reisanbau. Offenbar kann die EU Verbote und Einschränkungen jedoch nicht auf einzelne Länder oder Regionen begrenzen. Daher gilt dieses Verbot auch in Deutschland!


wingei.jpg

Schöne Helfer: Guppys (hier Poecilia wingei)

Ein Loblied dem Guppy!

Dass Guppys als robuste Tiere die ersten Fische vieler Aquarienfreunde waren, ist bekannt. Aber auch erfahrenere Aquarianer wollen oft nicht auf sie verzichten. Ich brauche Guppys wenn ich sehr scheue Fische pflege, z. B. Prachtzwergguramis. Die munter im Freiwasser sich tummelnden Guppys signalisieren den scheueren Fischen, dass man das Versteck ungefährdet verlassen kann. Man sieht sie dann viel häufiger. Ich ziehe Wildguppys vor, andere Aquarianer schwören auf Platys.

Die kleinen Lebendgebärenden haben noch einen weiteren Vorteil. Gelegentlich sorgen sie für Lebendfutter (sorry! Aus diesem Grund habe ich zusätzlich Guppy-Artbecken für die Nachzucht!). Und: Guppybecken veralgen höchst selten. Vermutlich liegt das daran, dass die kleinen Fische ständig am Substrat herumknabbern. Aber auch hier gilt: einen absoluten Schutz gibt es nirgendwo!

Wer mehr über Guppys und ihr Verhalten wissen möchte: Auf meiner Seite "Fischverhalten" gibt es ausführliche Infos! >>>


Ospronemus_1cr.jpgOsphronemus graffiti

Nein, es ist keine neue Fischart, die ich da in einem Zooladen in Saigon / Vietnam aufgespürt habe!  Was bei uns nicht erlaubt ist, ist in einigen Ländern des fernen Ostens gängige Praxis: Fische werden angemalt! Am ehesten eignen sich natürlich einfarbig helle Fische dafür wie der abgebildete xanthoristische Speisegurami Ospronemus gourami. Entsprechende „Kunstwerke“ müssen sich auch einige Buntbarsche gefallen lassen. Wie dauerhaft diese Farben sind und ob sie tatsächlich auch über längere Zeit hinweg „fischverträglich“ sind, kann ich nicht sagen.

Farbguramicr.jpg Ich sah in Vietnam auch, wie bei einem Koi-Züchter tausende von einfarbigen Kois an einen Großhändler verkauft wurden. Ich will ja nichts unterstellen, aber dennoch: Als Käufer der nicht gerade billigen Zierkarpfen sollte man auf der Hut sein!

Nachtrag: Ganz offensichtlich scheint hierzulande auch Nachfrage nach diesen Fischen zu sein. Eine Leserin bat mich per e-mail um Bezugsquellen! Ob das ernst gemeint war?


Fische, die ordentlich Lärm machen!

Trichopsis_schalleri_cr.j...

Trichopsis schalleri

Knurrende Guramis sind wirklich lautstark! Die Fische stellen sich etwas schräg, mit dem Kopf zum Boden zeigend, und geben unter kräftigem Kopf-Zittern knarrende Geräusche von sich. Sie dauern nur jeweils eine halbe bis eine Sekunde. Die Töne entstehen durch heftige Vibration der Brustflossenmuskeln. Hierzu gleiten die oberen, besonders stark entwickelten Muskelfasern über spezielle Knochenelemente - ein Fisch, der Gitarre spielt!

Das Video auf meiner Zweitseite "Fischverhalten" macht diese Verhaltensweise bei Trichopsis schalleri anschaulich und hörbar  >>> !

 


Prachtgurami-Augen, links normal, rechts mit Schlafzimmerblick
Sumpfprachtgurami Parosphromenus paludicola

Fischweibchen mit "Schlafzimmeraugen"

Durch schnelle Änderungen von Flossenstellung und Körperfarbe können Fische ihre jeweilige Stimmung signalisieren. Fortpflanzungsgestimmte Prachtzwergguramis (Parosphromenus) zeigen ein arttypisches Farbmuster. Den jeweiligen Erregungsgrad kann man bei den Weibchen allerdings sehr viel genauer an der Färbung ihrer Iris erkennen.

Stark sexuell motivierte Weibchen aus dieser Gattung haben oberhalb und unterhalb der Pupille dunkel gefärbte Zonen. Die Abbildung zeigt links ein unerregtes Tier, rechts ein Weibchen mit "Schlafzimmeraugen". Zusammen mit der Pupille ergibt die Irisfärbung den Eindruck eines senkrechten Balkens.

Bei vielen Fischarten ist eine derartige Augenfärbung durchaus die Regel. Auf diese Weise wird die ansonsten recht auffällige runde Pupille getarnt. Bei den Prachtzwergguramis tritt dieses Farbmuster jedoch erst in der beschriebenen Situation auf! Inwiefern das auf die Männchen wirkt, ist unbekannt.

Passend zum Thema: Das Parosphromenus-Project direkt hier im Anschluss!

 


 

Ein Parosphromenus nagyi - Männchen aus West-Malaysia

Für alle Freunde der Prachtguramis (Gattung Parosphromenus):

Das Parosphromenus-Project

 

Prachtguramis sind seltene, bunte, kleine Labyrinthfische (Höchstlänge 4 cm) aus dem ehemaligen „Sundaland", das ungefähr das heutige Westmalaysia, die indonesischen Inseln und Borneo zusammen mit dem dazwischenliegenden Meer umfasst. Noch vor wenigen Jahrzehnten glaubte man, dass es nur eine einzige Art gäbe (P. „deissneri") gäbe. Heute kennt man 18 beschriebene Arten und mehr als dreißig weitere Formen, deren Status noch unklar ist.

 

Prof. Dr. Peter Finke (Universität Bielefeld) hat deshalb im Jahre 2005 mit 17 Personen in drei Ländern das „Parosphromenus-Project" gegründet. Sein Ziel ist die Erhaltung dieser „Juwelen des Urwalds", die auch sehr gut in kleinen Aquarien gehalten und gezüchtet werden können. Gegenwärtig (2011) hat das Projekt bereits etwa 200 Mitglieder in 16 Ländern Europas, Asiens und Amerikas. Im Vordergrund steht zunächst die Sicherung der Aquarienbestände; alle Arten und viele weitere Formen sind heute lebend im Bestand. Es geht aber auch um den Schutz der Natur in den Heimatländern dieser Fische.

Jeder, den sie interessieren, sollte Kontakt zu diesem Projekt aufnehmen, dem heute auch alle anerkannten Spezialisten angehören. Es ist kein formeller Verein, sondern ein ehrenamtlich geführtes, unabhängiges, gemeinnütziges und selbstorganisiertes Non-profit-Netzwerk mit einem regelmäßigen Newsletter in drei Sprachen. Die Mitgliedschaft ist kostenlos. Kontaktaufnahme unter info@parosphromenus-project.org wird sehr begrüßt. Inzwischen ist auch die entsprechende Webseite weit gediehen: http://www.parosphromenus-project.org/de/


Für alle, die sich ausführlicher informieren wollen, gibt es ausführlichere Informationen hier: >>> (unten auf der Seite). Und zur ersten Orientierung zum Thema Prachtguramis hier der Link zur Prachtguramiseite bei Fischreisen: >>>


Fadenfische können an Weißen Mückenlarven ersticken!

Damit es keine Mißverständnisse gibt: Ich kenne kein besseres Futter für viele Aquarienfische einschließlich der Fadenfische als die Weißen Mückenlarven, wenn es darum geht, die Laichbereitschaft der Tiere anzuregen. Die Überschrift nimmt auf eine besondere Situation bezug!

Fadenfische (Colisa und Trichogaster bzw. Trichpodus) sind wie auch die meisten anderen Labyrinthfische darauf angewiesen, neben der Kiemenatmung atmosphärische Luft in ihrem Labyrinthorgan zu veratmen. Wird das unmöglich gemacht, müssen die Tiere ersticken. Selbstverständlich ist Lebendfutter ideal, um kleine Fadenfische großzuziehen. Wenn die Kleinen aber nach wenigen Lebenswochen gerade ihr Labyrinthorgan ausgebildet haben, sollte man ihnen nicht die Büschelmückenlarven ("Glasstäbchen", die Larven der Bü­schelmücke Chaoborus) verfüttern! Sie werden gierig gefressen, aber oft haben die Kleinen Schwierigkeiten, sie herunterzuwürgen. Die halbverschlungenen Mückenlarven hängen dann in Teilen noch aus dem Maul der Fischchen heraus und machen es den Tieren unmöglich, die Luft im Labyrinthorgan auszutauschen. Da sie dann zumeist nicht in der Lage sind, die Larven wieder auszuspucken, ersticken sie jämmerlich. Ganze Bruten können so auf einen Schlag zugrunde gehen.

Ich habe diese Erfahrung nur mit jungen Fadenfischen machen müssen. Bei Kampffischen (Betta) und anderen Labyrinthfischen scheint diese Gefahr nicht zu bestehen. Aber dafür kann ich keine Garantie abgeben!


Colisa_lalia_spuckend.gif

Schützenfisch Colisa lalia

Dass die Schützenfische Toxotes jaculatrix und Toxotes chatareus mit Wassertropfen nach Beutetieren außerhalb des Wassers jagen, ist bekannt. Doch auch die Colisa-Arten verstehen sich auf diese Jagdlist. Zwar ... - Fortsetzung und dazu ein kleiner Film unter "Fischverhalten.de"

 


Spritzsalmler

Fische, die mit Wasser spritzen

 

Der nur etwa fingerlange Spritzsalmler (Copella arnoldi) kennt einen besonderen "Trick", um seine Brut vor Laichfeinden zu schützen. Das paarungswillige Männchen hält nach einem über dem Wasser hängenden Pflanzenblatt Ausschau. - Fortsetzung unter Tanganjika-Clown - Eretmodus cyanostictus"Fischverhalten.de"


Auch Fische können gähnen! 

Gähnen kann man bei fast allen Fischen gelegentlich beobachten. Das Foto zeigt einen gäh­nenden Tanganjika-Clown Eretmodus cyanostictus. Man erkennt nicht nur das weitgeöffnete Maul, sondern auch die deutlich abgespreizten Flossen. Genau wie Menschen sich beim Gähnen oftmals recken und räkeln, ... - Fortsetzung unter "Fischverhalten.de"


Fische aus Glas?

Glaswelse

Einige Fischarten sind fast glasartig durchsichtig. Bei genauerem Hinschauen kann man dann die Schwimm­blase, die Gräten und manches von den Innereien sehen. Zweifellos ist diese Er­scheinung als eine Form der Tarnung zu verstehen. Freßfeinde ... - Fortsetzung unter "Fischverhalten.de"

 


Fische mit äußeren Kiemen

Als Jungfisch mit freien Kiemen: Polypterus

Erwachsene Fische haben ihre Kiemen immer unter Kiemendeckeln verborgen. Das ist sinn­voll, denn hier sind diese sehr empfindlichen Atemorgane gut geschützt. Äußere Kiemen fin­det man .... - Fortsetzung unter "Fischverhalten.de"

 


 

Kugelfische als Schneckenvertilger

Wasserschnecken können im Aquarium zur Plage werden, wenn sie überhand nehmen und sich dann nicht mehr als Restevertilger nützlich machen. Stattdessen fallen sie dann ... - Fortsetzung unter "Fischverhalten.de"

 


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