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Interessantes aus der Aquarienkunde - Kurzberichte(C) Dr. Jörg Vierke
Ein Loblied dem Guppy! Dass Guppys als robuste Tiere die ersten Fische vieler Aquarienfreunde waren, ist bekannt. Aber auch erfahrenere Aquarianer wollen oft nicht auf sie verzichten. Ich brauche Guppys wenn ich sehr scheue Fische pflege, z. B. Prachtzwergguramis. Die munter im Freiwasser sich tummelnden Guppys signalisieren den scheueren Fischen, dass man das Versteck ungefährdet verlassen kann. Man sieht sie dann viel häufiger. Ich ziehe Wildguppys vor, andere Aquarianer schwören auf Platys. Die kleinen Lebendgebärenden haben noch einen weiteren Vorteil. Gelegentlich sorgen sie für Lebendfutter (sorry! Aus diesem Grund habe ich zusätzlich Guppy-Artbecken für die Nachzucht!). Und: Guppybecken veralgen höchst selten. Vermutlich liegt das daran, dass die kleinen Fische ständig am Substrat herumknabbern. Aber auch hier gilt: einen absoluten Schutz gibt es nirgendwo! Wer mehr über Guppys und ihr Verhalten wissen möchte: Auf meiner Seite "Fischverhalten" gibt es ausführliche Infos! >>>
Nein, es ist keine neue Fischart, die ich da in einem Zooladen in Saigon / Vietnam aufgespürt habe! Was bei uns nicht erlaubt ist, ist in einigen Ländern des fernen Ostens gängige Praxis: Fische werden angemalt! Am ehesten eignen sich natürlich einfarbig helle Fische dafür wie der abgebildete xanthoristische Speisegurami Ospronemus gourami. Entsprechende „Kunstwerke“ müssen sich auch einige Buntbarsche gefallen lassen. Wie dauerhaft diese Farben sind und ob sie tatsächlich auch über längere Zeit hinweg „fischverträglich“ sind, kann ich nicht sagen.
Nachtrag: Ganz offensichtlich scheint hierzulande auch Nachfrage nach diesen Fischen zu sein. Eine Leserin bat mich per mail um Bezugsquellen! Ob das ernst gemeint war? Fische, die ordentlich Lärm machen!
Knurrende Guramis sind wirklich lautstark! Die Fische stellen sich etwas schräg, mit dem Kopf zum Boden zeigend, und geben unter kräftigem Kopf-Zittern knarrende Geräusche von sich. Sie dauern nur jeweils eine halbe bis eine Sekunde. Die Töne entstehen durch heftige Vibration der Brustflossenmuskeln. Hierzu gleiten die oberen, besonders stark entwickelten Muskelfasern über spezielle Knochenelemente - ein Fisch, der Gitarre spielt! Das Video auf meiner Zweitseite "Fischverhalten" macht diese Verhaltensweise bei Trichopsis schalleri anschaulich und hörbar >>> !
Fischweibchen mit "Schlafzimmeraugen" Durch schnelle Änderungen von Flossenstellung und Körperfarbe können Fische ihre jeweilige Stimmung signalisieren. Fortpflanzungsgestimmte Prachtzwergguramis (Parosphromenus) zeigen ein arttypisches Farbmuster. Den jeweiligen Erregungsgrad kann man bei den Weibchen allerdings sehr viel genauer an der Färbung ihrer Iris erkennen. Stark sexuell motivierte Weibchen aus dieser Gattung haben oberhalb und unterhalb der Pupille dunkel gefärbte Zonen. Die Abbildung zeigt links ein unerregtes Tier, rechts ein Weibchen mit "Schlafzimmeraugen". Zusammen mit der Pupille ergibt die Irisfärbung den Eindruck eines senkrechten Balkens. Bei vielen Fischarten ist eine derartige Augenfärbung durchaus die Regel. Auf diese Weise wird die ansonsten recht auffällige runde Pupille getarnt. Bei den Prachtzwergguramis tritt dieses Farbmuster jedoch erst in der beschriebenen Situation auf! Inwiefern das auf die Männchen wirkt, ist unbekannt. Passend zum Thema: Das Parosphromenus-Project direkt hier im Anschluss!
Für alle Freunde der Prachtguramis (Gattung Parosphromenus): Das Parosphromenus-Project
Prachtguramis sind seltene, bunte, kleine Labyrinthfische (Höchstlänge 4 cm) aus dem ehemaligen „Sundaland", das ungefähr das heutige Westmalaysia, die indonesischen Inseln und Borneo zusammen mit dem dazwischenliegenden Meer umfasst. Noch vor wenigen Jahrzehnten glaubte man, dass es nur eine einzige Art gäbe (P. „deissneri") gäbe. Heute kennt man 18 beschriebene Arten und mehr als dreißig weitere Formen, deren Status noch unklar ist.
Prof. Dr. Peter Finke (Universität Bielefeld) hat deshalb im Jahre 2005 mit 17 Personen in drei Ländern das „Parosphromenus-Project" gegründet. Sein Ziel ist die Erhaltung dieser „Juwelen des Urwalds", die auch sehr gut in kleinen Aquarien gehalten und gezüchtet werden können. Gegenwärtig (2011) hat das Projekt bereits etwa 200 Mitglieder in 16 Ländern Europas, Asiens und Amerikas. Im Vordergrund steht zunächst die Sicherung der Aquarienbestände; alle Arten und viele weitere Formen sind heute lebend im Bestand. Es geht aber auch um den Schutz der Natur in den Heimatländern dieser Fische.
Schützenfisch Colisa lalia
Dass die Schützenfische Toxotes jaculatrix und Toxotes chatareus mit Wassertropfen nach Beutetieren außerhalb des Wassers jagen, ist bekannt. Doch auch die Colisa-Arten verstehen sich auf diese Jagdlist. Zwar ... - Fortsetzung und dazu ein kleiner Film unter "Fischverhalten.de"
Fische, die mit Wasser spritzen
Der nur etwa fingerlange Spritzsalmler (Copella arnoldi) kennt einen besonderen "Trick", um seine Brut vor Laichfeinden zu schützen. Das paarungswillige Männchen hält nach einem über dem Wasser hängenden Pflanzenblatt Ausschau. - Fortsetzung unter Auch Fische können gähnen! Gähnen kann man bei fast allen Fischen gelegentlich beobachten. Das Foto zeigt einen gähnenden Tanganjika-Clown Eretmodus cyanostictus. Man erkennt nicht nur das weitgeöffnete Maul, sondern auch die deutlich abgespreizten Flossen. Genau wie Menschen sich beim Gähnen oftmals recken und räkeln, ... - Fortsetzung unter "Fischverhalten.de" Fische aus Glas?
Einige Fischarten sind fast glasartig durchsichtig. Bei genauerem Hinschauen kann man dann die Schwimmblase, die Gräten und manches von den Innereien sehen. Zweifellos ist diese Erscheinung als eine Form der Tarnung zu verstehen. Freßfeinde ... - Fortsetzung unter "Fischverhalten.de"
Fische mit äußeren Kiemen
Erwachsene Fische haben ihre Kiemen immer unter Kiemendeckeln verborgen. Das ist sinnvoll, denn hier sind diese sehr empfindlichen Atemorgane gut geschützt. Äußere Kiemen findet man .... - Fortsetzung unter "Fischverhalten.de"
Kugelfische als Schneckenvertilger Wasserschnecken können im Aquarium zur Plage werden, wenn sie überhand nehmen und sich dann nicht mehr als Restevertilger nützlich machen. Stattdessen fallen sie dann ... - Fortsetzung unter "Fischverhalten.de"
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