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»» Im Süden Südamerikas

Darwin Nandu - Pterocnemia pennata, Torres del Paine, Wilde Fuchsia - Fuchsia magellanicaIm Süden Südamerikas

       
         
       

Wer Kontraste liebt, sollte nach Chile fahren. Im Norden des Landes lockt die trockenste Wüste der Welt, die Atacama, mit ihren Hochflächen, Salzwüsten und Geysiren. In der Mitte stehen die höchsten Berge außerhalb Asiens (der Aconcagua mit 6960 m gehört allerdings schon zu Argentinien). Und im Süden: die Grasebenen Patagoniens, riesige Fjorde und Gletscher und schließlich Feuerland!


Ushuaia

        Zuchthaus - Ushuaia, Feuerland, Argentinia
        Ushuaia, Gefängnis-Museum
         


Ushuaia ist die größte Siedlung auf Feuerland. Sie gehört zum argentinischen Teil der Insel. Ushuaia ist zugleich auch die südlichste Stadt der Erde, wenn man von der kleineren Militärsiedlung Puerto Williams in Chilenisch-Feuerland absieht. Ushuaia ist Ausrüster für Expeditionen ins ewige Eis der Antarktis. Heute lebt man hier aber weitgehend auch von Touristen. Wegen der Lage am äußersten Ende der Welt ist es im Vergleich zu anderen Orten in Argentinien teuer. Andererseits ist Argentinien seit seiner Wirtschaftskrise für europäische Besucher ausgesprochen billig - und ein Besuch lohnt sich allemal! Besonders empfehlenswert: das Gefängnis-(Museum!) und eine Fahrt zur Estancia Harberton mit anschließendem Besuch zur Pinguin-Insel (Foto).

Laguna Perdita - Feuerland

       
Laguna Perdita, Feuerland        
         

Wer kann, sollte unbedingt eine Tageswanderung unternehmen, nur so kommt man der ursprüngliche Natur Feuerlands nahe. Wer sich jedoch ohne Hilfe auf eine derartige Tour in Feuerland begibt, muss ein Narr sein. Nur die Einheimischen kennen die Pfade durch die Moore, durch die Urwälder aus Nothofagus (Foto) und in das Gebirge. In den zahlreichen Reisebüros bekommt man gute, auch englischsprachige Guides für Tageswanderungen zu sehr akzeptablen Bedingungen.

Ich ließ mich zur Laguna Perdita, im Herzen Feuerlands führen, auf einer Piste, die an Wildheit und Schönheit keine Wünsche offen ließ. Die Tagestour führte vorbei an Biberburgen, durch Wald und Felsen und endete am wunderschönen Lago Perdita. Hier zeigte der Guide, was er in seinem Rucksack dabei hatte: ein üppiges Picknick und heiße Getränke!

„Hier in Feuerland kommt es oft vor, dass man an einem Tag vier Jahreszeiten erlebt!“ meinte der Guide, als das Laub der herbstlich knallrot eingefärbten Südbuchen langsam von Schnee bedeckt wurde. Ich kann mich allerdings nicht wirklich an ein Sommergefühl bei dieser Tour erinnern - aber wenn man bedenkt, dass es um Feuerland geht, dann hat der Ausspruch bestimmt seine Berechtigung.

Was man für solch eine Tageswanderung braucht: Warme Kleidung, der man sich nach dem Zwiebelschalenprinzip teilweise entledigen kann, wasserdichtes, festes Schuhwerk und natürlich einen Rucksack.


Parque National Torres del Paine

Torres del Paine - Chile

       
Torres del Paine        
Ausschnitt aus der Wanderkarte        
Die Wanderstrecke zu den Torres        
       
     
      Chunco Glaucidium nanum
       

Der Painepark ist eine der bekanntesten Landschaften und Touristenziele Chiles. Er liegt in den südlichen Anden und ist vor allem für seine Torres bekannt, die säulenartigen Bergtürme. Leider hat die Schönheit im Nationalpark Torres del Paine ihren (hohen!) Preis. Dennoch - hier ist jede Wanderung ein unvergessliches Erlebnis!

Die Wege im Park sind gut gekennzeichnet. Bekannt ist die viertägige Wanderung rund um die Torres mit Hüttenunterkünften. Die erste Etappe dieser Wanderung - zum Fuß der Torres - kann man aber auch an einem Tag machen. Ein Guide ist dafür nicht nötig. Die Tour beginnt bei der Hosteria Las Torres. Wer dort nicht wohnt, sollte sich mit einem Mietwagen bringen und wieder abholen lassen. Die Gastgeber in dem Park kennen sich damit aus.

Zunächst führt der Weg über eine Brücke, wenig später nimmt man die erste Abzweigung rechts. Jetzt wird es etwas anstrengend, es geht steil den Berg hoch - mit etwas Glück kann man hier einem Puma begegnen (harmlos, ich wurde leider enttäuscht!). Neben einem steilen Abhang rechts führt jetzt ein schmaler Weg weiter. Bei orkanartigem Wind war ich froh, dass ich einen Wanderstock hatte. Nach etwa 2 Stunden erreicht man das Refugio Chileno (Karte links) auf etwa 520 m.

Von hier geht es noch gut eine Stunde an einer tiefen Schlucht entlang, über verwunschene Pfade und durch urwüchsigen Südbuchenwald. Dann kommt eine Abzweigung und man wählt natürlich den linken Weg, den schweißtreibenden Anstieg durch das Geröll einer gewaltigen Endmoräne. Erst wenn man sie bezwungen hat, kommt nach einer knappen Stunde die Belohnung: ein überwältigender Blick auf die Torres und den Gletscher-Stausee! Der Anblick entschädigt für alles. - Zurück geht es auf der gleichen Strecke. Man hat etwa 950 Höhenmeter zu bewältigen und sollte dafür mindestens 8 Stunden einkalkulieren.


Hier meine persönlichen Highlights:

        Guanako - Lama huanachos (guanacoe)
        Guanako - Lama huanachos (guanacoe)
         

1. Geysire des El Tatio in der Atacama (Foto!)

2. Der Große Salzsee - Salar de Atacama

3. Mendoza - Zentralpark am Wochenende
      
4. Gefängnis (Museum!) in Ushuaia (Foto ganz oben!)

5. Mit dem Geländewagen am Lago Fangnano (Foto!)

6. Pinguine bei der Estancia Harberton, im äußersten Süden von argentinisch Feuerland (Bild links)!



 Durchs wilde Feuerland
 Patagonien - Bei den Torres del Paine

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