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»» Ex-Fische 2012Fisch des Monats Januar
Gebänderter Prachtkärpfling Aphyosemion bitaeniatum GRÖSSE Bis etwa 5 cm. BESCHREIBUNG Lang gestreckt, Männchen größer und viel farbiger: je nach Lichteinfall in Blau- und Goldtönen schillernd mit sehr großer Rückenflosse und zweizipfliger Schwanzflosse. VORKOMMEN In kleinen Tümpeln Westafrikas. TEMPERATUR 21 - 24 ° C. PFLEGE Am besten im Artbecken oder mit Gattungsangehörigen. Wasser möglichst weich und neutral bis leicht sauer, Torfboden. Becken kann klein sein; braucht aber dichte Bepflanzung! ERNÄHRUNG Vorzugsweise Lebendfutter, einige Tiere nehmen auch Frostfutter. ANMERKUNG Die Prachtkärpflinge der Gattungen Aphyosemion und Roloffia gehören wirklich zu den schönsten Aquarienfischen, sind aber etwas für Spezialisten. Es gibt zahlreiche, sehr bunte Arten, die meisten sind wie A. bitaeniatum zu halten und zu züchten. Die Männchen können untereinander sehr unfriedlich sein, manchmal ist man zu paarweiser Haltung gezwungen. Fast alle brauchen Lebendfutter und werden als so genannte Saisonfische nur selten älter als zwei Jahre. Man sollte versuchen, sie nachzuzüchten!
Brillantsalmler Moenkhausia pittieri GRÖSSE Bis 6 cm BESCHREIBUNG Nur auf den ersten Blick unscheinbarer Fisch mit grauer Grundfarbe. Ausgewachsene Männchen haben fahnenartig lang ausgezogene Rückenflossen und einige Körperschuppen glänzen wie Brillantsplitter (Name!). Der obere Irisrand leuchtet kräftig rot. VORKOMMEN Aus dem See Valencia in Venezuela und der näheren Umgebung TEMPERATUR 24 - 28 ° C. PFLEGE Interessanter Schwarmfisch, der aber ausreichend Schwimmraum braucht und einige Ansprüche an das Wasser stellt: Es sollte weich und sauer sein und vor allem regelmäßig gewechselt werden. Torffilterung ist zu empfehlen. Friedlich gegenüber seinesgleichen und anderen Fischen. Wirkt aber nur in einem gut bepflanzten Aquarium mit gedämpftem Licht. ERNÄHRUNG Lebendfutter und Flockenfutter. ANMERKUNG Mit zunehmendem Alter entwickelt sich derr Flossenschmuck der Brillantsalmler immer prächtiger. Fisch des Monats März
GRÖSSE 8 cm BESCHREIBUNG Unterständiges, sehr breites Maul und vorwiegend an den Boden gebundene Lebensweise. Die Färbung ausgewachsener Exemplare ist von der Herkunft abhängig. Äußere Geschlechtsunterschiede sind nicht festzustellen. Möglicherweise haben die Männchen etwas längere Bauchflossen. VORKOMMEN Die Art kommt nur im ostafrikanischen Tanganjikasee vor, wo sie in der brandungsreichen, ufernahen Geröllzone ein bodengebundenes Leben führt.
PFLEGE Bei ricbtiger Haltung dankbare Pfleglinge. Einrichtung mit Steinaufbauten! Voraussetzung für die erfolgreiche Haltung ist jedoch sauberes, sauerstoffreiches Wasser (Filter und gegebenenfalls noch Durchlüftung!), dessen pH-Wert nicht in saure Bereiche absacken darf. Bevorzugt mittelhartes Wasser. Friedlich gegen ihresgleichen und andere Fische. ERNÄHRUNG Unproblematisch, da Eretmodus cyanostictus im Aquarium willig die üblichen Lebend- und Kunstfuttersorten annimmt. ZUCHT Die erfolgreiche Vermehrung ist nicht einfach und gelingt nur bei optimalen Bedingungen (Maulbrüter). ANMERKUNG Gelegentlich als Gestreifter Grundelbuntbarsch oder Grundbuntbarsch bezeichnet.
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| Zum Vergleich Chaetodon trifasciatus | ||||
PFLEGE Achtung! Die Fische sind nicht für das bei privaten Meerwasseraquarianern beliebte Korallenbecken geeignet! Der Nahrungsspezialist ernährt sich in erster Linie von lebenden Korallenpolypen und von den Tentakeln der Seeanemonen!
In öffentlichen Schaubecken werden Artemien, Frostfutter (große Sorten) und Mysis als Ersatzfutter gegeben.
Am besten lassen wir die schönen Fische im Pazifik!
ANMERKUNG Die beiden Schwesternarten Ch. trifasciatus aus dem Indischen Ozean und Ch. austriacus aus dem Roten Meer sind in der Pflege, im Verhalten und im Aussehen sehr ähnlich. Ch. austriacus ist problemlos an seiner schwarzen Schwanzflosse zu erkennen. Auch der hintere Teil der Afterflosse ist schwarz. Die Arten (nach anderer Auffassung Rassen) lunulatus und trifasciatus unterscheidet man nach der Farbe des Schwanzflossenstiels (zwischen dem schwarzen Querbalken und dem Körper): Diese Körperzone ist bei lunulatus grau, bei trifasciatus dagegen gelb.
Fisch des Monats Juli
Wimpelkarpfen Myxocyprinus asiaticus
GRÖSSE bis 1.35 m (Rekordfang 2007, 35 kg!), bei Gartenteichhaltung werden 60 cm nur selten erreicht.
BESCHREIBUNG Mit hoher dreiecksförmiger Verlängerung im Vorderteil der Rückenflosse. Dicke, fleischige Lippen ohne Barteln, unterständiges Maul. Im ersten Lebensjahr zeigen sie die typische eindrucksvolle hohe Körperform (Foto!) mit den breiten dunklen Querbändern. Ältere Fische weniger hoch gebaut und heller, alte Männchen mit rötlichem Längsstreifen.
VORKOMMEN Im größten Fluss Chinas, dem Jangtsekiang und seinen Nebenflüssen.
WASSER 6 - 28° C, pH-Wert: 6,5 - 7,5, Gesamthärte: 5 - 20 ° dGH
PFLEGE Wegen der zu erwartenden Größe kein Aquarienfisch, zumal die strömungliebenden Tiere in kleinen Gruppen (mindestens 4 bis 6 Tiere) gehalten werden sollten! Da wären gut gefilterte Aquarien von mindestens 2000 Litern erforderlich.
Die Wasseransprüche und sein friedfertiges Verhalten machen Wimpelkarpfen in passenden Klimagebieten zu idealen Mitfischen für einen Koiteich. Sie brauchen wie Kois sauerstoffreiches, möglichst nitratarmes, sauberes Wasser. – Ein kleiner Trupp Wimpelkarpfen leistet in Teich gute Dienste bei der Bekämpfung von Fadenalgen. - Bei guter Haltung können die Fische 25 Jahre alt werden.
ERNÄHRUNG Jungfische mit nur wenigen Zentimeter Größe ernähren sich von Mückenlarven und anderen Kleintieren, die im Teich vorkommen. Ältere Wimpelkarpfen verzehren Algen und nehmen anstandslos Koi-Sinkfutter. Auch im Winter müssen Wimpelkarpfen im Gartenteich gefüttert werden!
ZUCHT In Aquarien und Gartenteichen wohl nicht möglich.
ANMERKUNG Die Wildbestände in China sind bedroht. Dort sind Wimpelkarpfen beliebte Speisefische, aber auch begehrte Fische für Kaltwasseraquarien und Gartenteiche. Vor allem aber scheinen Staudammbauten Ursache des Rückgangs dieser Art zu sein. Seit einiger Zeit werden Wimpelkarpfen jedoch in China auch in Aquakultur gehalten.
Achtung: Wimpelkarpfen sollen sehr empfindlich auf Medikamente reagieren, die gelegentlich zur Entwurmung in Koiteichen eingesetzt werden.