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»» Einheimische Süßwasserfische
Im Müritzeum, dem Haus der 1000 Seen
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| Flusslandschafts |
- Becken |
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| Bitterlingsbecken |
Wollhandkrabbe |
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| Hecht |
Dreistachliger Stichling |
| Aal |
Sterlet |
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| Störbecken |
Außenbecken mit Blick auf den Herrensee |
Nun aber speziell Informationen zu den Aquarien! Vom großzügigen Foyer mit Kasse, Shop und Garderobe kommt der Besucher zunächst in das Forum. Hier ist das Licht gedämpft und eindruckvolle Diapräsentationen laden zum Verbleiben ein. Aber den Fischfreund wird es nicht lange halten, denn zur Linken sieht man ein riesiges Aquarium. Es ist genauer gesagt nur die obere Hälfte eines Aquariums, das sich über zwei Stockwerke hinweg zieht. Im grünblauen Wasser des 100.000 Liter Aquariums ziehen an die 600 große Maränen im schwarmartigen Verband vorbei. Die Frontscheibe misst etwa 6 X 6 Meter und ist 27 Zentimeter dick! Für Wartungsarbeiten braucht man hier eine Tauchausrüstung!
Wenn man die Treppe neben dem Maränenschwarm hinuntergeht, erreicht man den Bereich der Seenlandschaft unter Wasser – den Aquarienteil des Müritzeums im Erdgeschoss. Vor uns schon wieder ein „Hingucker“, eine Reihe sehr großer Schauaquarien mit gewölbten Scheiben. Hier wird auf einer Strecke von etwa 20 Metern in 7 Becken eine Flusslandschaft vorgestellt.
Bei der Flusslandschaft fällt zunächst das größte Becken auf, das den Mündungsbereich des Flusses darstellt. Hier tummeln sich kapitale Sterlets, Störe, Meerforellen, Zopen und Zährten. Flussaufwärts werden die Becken kontinuierlich kleiner, wir begegnen Becken mit Barschen, mit Elritzen und schließlich mit Groppen.
Auf der gegenüber liegenden Seite reihen sich in einer halbrunden Anlage die Aquarien mit den Fischen der Stillgewässer. Mit Muße kann man hier in naturnah eingerichteten Becken Schmerlen, Steinbeißer, Bitterlinge, Stichlinge und Moderlieschen beobachten. Den Aalen ist ein eigenes Becken eingerichtet. Sie fühlen sich offensichtlich wohl in dem mit Tonröhren, alten Fahrradreifen und anderem Kulturmüll ausgestatteten Becken – leider sieht es so ja vielerorts unter Wasser aus!
Star dieses Stillwasserteils ist allerdings ein kapitaler Hecht, der im letzten Becken blau schillernd im freien Wasser steht. Er ist ganz offensichtlich der Liebling der Besucher! Dabei geht fast ganz verloren, dass im dunkel gehaltenen Hintergrund dieses Großaquariums auch noch ein kapitaler Wels auf Beute lauert.
Neben den Fischen wird im Aquarienteil des Müritzeums auch noch weiteres von der Unterwasserwelt der Mecklenburgischen Seenplatte gezeigt: natürlich Schnecken und Muscheln, aber auch Sumpfschildkröten und diverse Krebse, wie Edelkrebse und Wollhandkrabben.
Ein schöner Ruhepunkt im Aquarienbereich ist das so genannte „Wassertheater“. Hier kann man sitzen und durch eine große Panoramascheibe auf den Herrensee schauen. Dieser See scheint direkt an das Gebäude zu grenzen, denn im Vordergrund befinden sich zwei große Außenbecken mit riesigen Karpfen und anderen Fischen. Ein schöner Platz zum Ruhen und Meditieren. Bei gutem Wetter sollte man nicht versäumen, einen kleinen Rundgang um diesen idyllischen See zu unternehmen.
Und hier noch ein aktueller Nachtrag aus dem Pressezentrum des Müritzeums: Der Fischbestand im Wassertheater ist derzeit reduziert! Der starke Winter hat es ein oder mehreren frei lebenden Fischottern ermöglicht, wiederholt einen Elektrozaun zu überwinden und sich aus dem Außenbecken eine Anzahl kapitaler Fische zu holen. Ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Fischottern sind elegante, wunderschöne Raubtiere, die in Deutschland zudem ausgesprochen selten sind. Gönnen wir ihnen diesen Einbruch - ausnahmsweise!
© Dr. Jörg Vierke
Zum Abschluss noch ein paar Fakten im Telegrammstil:
Müritzeum, Zur Steinmole 1, 17192 Waren (Müritz)
Eintritt: Erwachsene 7.50 € (ermäßigt 5.00 €), Kinder 3.00 €, unter 6 Jahren frei
Behindertengerecht, Rollstuhlverleih.
Öffnungszeiten: April bis Oktober täglich 10 – 19 Uhr
November bis März täglich 10 – 18 Uhr
Führungen nach Anmeldung möglich, zahlreiche Sonderveranstaltungen.
Angeschlossen: Shop und Restaurant
Hunde erlaubt.
Großparkplatz in der Nähe.
Fotografieren im Aquarienbereich ohne Blitz erlaubt.
24 Becken mit etwa 40 heimischen Fischarten
Internet: www.Mueritzeum.de - Hier die direkte Verbindung >>>
Fazit: Besuch sehr empfehlenswert! Kinderfreundlich.
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