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Australien - ein ganzer Kontinent zum Bereisen! Die Menschen sind freundlich und immer hilfsbereit. Wer als Naturfreund durch Australien reist, begegnet grandiosen Landschaften, skurrilen Tieren und wunderschönen Pflanzen, von denen er zuvor meist keine Ahnung hatte.
Der Cradle Mountain National Park in Tasmanien Tasmanien ist ein Landesteil, der auch noch auf der Wunschliste vieler Australier steht. Diese Insel lohnt auch die weiteste Anreise! Besonders hat mich hier der Cradle Mountain Nationalpark beeindruckt. Er bietet eine atemberaubende Landschaft, eine vielfältige Pflanzenwelt und die Gelegenheit, freilebende Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Ein großes Netz an Wanderwegen erschließt den Park. Wanderungen von wenigen Minuten bis hin zu mehreren Tagen sind möglich.
Sehr empfehlenswert: eine Wanderung um den Dove-Lake (Bild links) und der Dove Canyon Track. Die Wege durch die Moorlandschaften und um den See sind weitgehend durch Holzstege erschlossen. Das Besucherzentrum ist auch für die hohen australischen Standards einmalig! Es ist liebevoll gemacht und sehr informativ. Hier löst man eine Park-Karte mit der man kostenlos den regelmäßig verkehrenden Shuttle-Bus benutzen kann. So kommt man frisch und unternehmungslustig zu den Ausgangspunkten für die Wanderungen und kann sich später wieder abholen lassen. Regelmäßig begegnet man hier Wombats, Pademelons, Bennetts Kängurus (Bild oben) und Schnabeligeln. Im Besucherzentrum kann man auch Nachttouren im Jeep mit den Rangern buchen. Im Scheinwerferlicht werden Wombats, Possums (Trichosurus vulpecula) Foto und vielleicht sogar Tasmanische Teufel gezeigt!
Die Fahrt nach Exmouth
Von Perth bis Exmouth sind es genau 1779 km, aber wenn man noch einige Abstecher machen will, kommen 2000 km locker zusammen. Und zurück muss man auch noch. Lohnt sich diese tagelange Fahrerei? Auf jeden Fall! Der Brand Highway, aber auch die nördlich anschließenden Straßen sind in allerbestem Zustand. Es gibt keinen Verkehrsstress, allerdings darf man nicht vergessen, immer ausreichend Benzin und Wasser mitzunehmen. Auch wenn es oft stundenlang geradeaus durch den menschenleeren Busch geht – Langeweile habe ich jedenfalls nie gespürt. - Auf der Strecke gibt es Sehenswürdigkeiten, die in jedem Reiseführer stehen und an denen man nicht vorbeifahren sollte. Nach „schon“ 245 km erreicht man den Nambung National Park mit den Pinnacles. Die bis zu 3 m hoch aufragenden Kalksäulenfelder im gelben Wüstensand sind jeden Umweg wert (hier sind es gerade mal 30 km). Entsprechendes gilt auch für den Besuch von Monkey Mia, wo man wildlebende Delphine (Australische Tümmler - Tursiops australis) aus allernächster Nähe erleben kann und... ... für die Stromatoliten des Hamelin Pool. Die Baumeister von diesen nicht gerade überwältigend wirkenden Bauwerken sind die ältesten fossilen Lebewesen - hier exklusiv zu besichtigen! - Auch Shell Beach ist einen Besuch wert. Statt aus Sand besteht dieser Strand aus Milliarden und Abermilliarden kleiner Herzmuscheln. Im heißen Norden lockt das North West Cape und man hat die Qual der Wahl – will man in Coral Bay sein Standquartier errichten oder in Exmouth? Hier, im Ningaloo Reef kann man Walhaien (Mitte März bis Anfang Juni), Mantas und Seekühen begegnen. In dieser Hinsicht hatte ich kein Glück, aber die nachts am Strand laichenden Suppenschildkröten und viele kleinere Meerestiere beim Tauchen haben mich vollauf entschädigt. Eine kleine Auswahl meiner Unterwasser-Fotos können davon eine Vorstellung geben: Seescheiden Clavellina moluccensis (Foto), Spanische Tänzerin (Foto), Chromodoris coi (Foto), Chromodoris elisabethina (Foto) und Blaustreifenschnapper (Foto). Die Küste ist ausgesprochen vielgestaltig. Neben Sandstränden mit teilweise für Schwimmer lebensgefährlichen Strömungen gibt es auch Fels-, Kies- und Mangrovenküsten. Wer alle Strände hier besuchen will, hat sicher zwei Tage zu tun. Zweiter Höhepunkt war der Murchison River. Wo er den Highway quert, liegt direkt neben der alten Brücke ein ruhiger Parkplatz, auf dem man eine Nacht frei campen kann. Wenn man dann am nächsten Morgen in den Kalbarri Nationalpark fährt, kann man auf der Straße Ajana – Kalbarri rechts abbiegen. Schilder verweisen auf „The Loop“ und „Z-Bend“. Hier hat der Murchison-River einen tiefen Canyon in das Gebirge gegraben – sehenswert! - Kalbarri an der Mündung des Murchison ist eine ansprechende kleine Stadt. Man kann jetzt auf der in den Süden führenden Straße wieder den Highway erreichen. Vorher sollte man aber unbedingt einige Abstecher zu den Cliffs machen, zum Beispiel zum Mushroom Rock. Einige Kilometer vor Northampton lag rechts ein portweinroter Salzsee (Foto). Ein einmaliger Anblick, vielleicht auch deshalb, weil er heute schon wieder „normal“ aussehen dürfte. Spontane Massenvermehrungen von roten Algen führen zu derartigen Erscheinungen. Aber auch "normale" Salzseen können begeistern. Trotz der Hitze gaukeln die Augen uns Eislandschaften vor! Foto. - Sehr sehenswert an dieser Strecke sind auch die gewaltigen Wanderdünen südlich von Geralton bei Green Head. Foto! Sie sind nicht ausgeschildert. Aber man kann sie nicht übersehen, es gibt einige von ihnen. Sie zu besteigen, ihre Hänge hinunterzulaufen oder zu kullern – ein Vergnügen. Aber schützen Sie die Kamera vor dem staubfeinen Sand!
Einige weitere Australien-Highlights
1. Wanderung zum Montezuma-Wasserfall in Tasmanien 7. Kata Tjuta (Olgas), nur wenige Kilometer vom Uluru (Ayers Rock) entfernt, aber nicht weniger eindrucksvoll! Zwei sehenswerte Tiervideos aus Australien: Nächste Seite: Neuseeland >>> |