Fischreisen - Dr. Fisch
 
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»» 2012 - Fischfilme des Monats




 

Hier sind die Fischfilme des Monats aus dem Jahr 2012! Viel Spaß beim Anschauen.

Dezember 2012

Im Dezemberfilm spielt "Emma" eine Hauptrolle. Sie ist ein besonders selbstbewußtes und kampfstarkes Betta splendens-Weibchen. Normalerweise bekommen meine Fische keine Eigennamen, aber in diesem Fall dachte ich ständig an die Serienheldin Emma Peel aus der Uralt-Serie "Mit Schirm, Charme und Melone".

Der Film zeigt ein Kampffischweibchen, das sein eigenes Schaumnest baut und schließlich sein Männchen heftig ramponiert. Auf dem Titel zu diesem Film sieht das Männchen noch ganz gut aus! Das vorgestellte Weibchen, Emma, machte ihm aber zunächst das Leben recht schwer. Normalerweise ist das bei Kampffischen eher umgekehrt! Aber letztlich gibt es dann doch ein Happy End!

 
November 2012
 

Ausnahmsweise mal ein brandneuer Film als "Film des Monats". Es geht um den Rotstrich-Apistogramma A. hongsloi, zu dem ich drei Videos erstellt habe. Dieses ist der dritte aus der Trilogie. Abgesehen von dem kurzen Vorspann geht es hier um den Zeitraum von gerade mal etwa einer halben Stunde. Ich hatte das Licht angeschaltet und wartete der Dinge, die da kamen. Man wird sehen, dass es schwer fällt, da nicht zu vermenschlichen!

Hier ein ausführlicher Bericht zu Apistogramma hongsloi mit den beiden ersten Filmen: >>>

 


Oktober 2012

Unterwasserfilme vom Leben der Fische in ihren Heimatgebieten sind immer etwas Besonders. Hier beobachten wir eine Kolonie von Sattelfleckbuntbarschen Guianacara owroewefi, die in Höhlen einer lehmigen Steilwand einträchtig nebeneinander brüten. Der Abstand der einzelnen Bruthöhlen lag bei etwa 40 cm. Wer die Tiere "nur" aus dem Aquarium kennt, hätte das so nicht vermutet.

Zu diesen Fischen und ihren Mitbewohnern gibt es auch einen Bericht bei "Fischverhalten": >>>


September 2012 Kein noch so gelungener Film kann das Gefühl vermitteln, das man bei einem schönen Tauchgang haben kann. Das life-Erlebnis hat allerdings einen entscheidenden Nachteil: Niemand kann einem unter Wasser so richtig erzählen, welche Tiere man gerade vor sich hat und wie sie leben! In einem kommentierten UW-Film ist das jedoch kein Problem. - Leider fehlen aber gerade bei professionellen Filmen oft auch diese Informationen - vermutlich, weil die Filmer sie in vielen Fällen nicht haben. Dann wird eben alles mit Musik zugedeckt!

Wieso haben die Nasen-Doktoren ein pinocchioartiges Gewächs? Weshalb treten einige Doktorfische gelegentlich in Riesenschwärmen auf und was fressen sie eigentlich? Antworten im Film und im Begleittext  >>>.


August 2012 Nicht alle Kampffische sind Schaumnestbauer, nicht alle Kampffische sind aggressiv. Betta channoides, ein roter kleiner Fisch aus Urwaldbächen im Osten Borneos, gehört zu den kleinen maulbrütenden Betta Arten, die man im Zoohandel nur mit viel Glück mal ergattern kann. Die ruhigen Fische sind auch zunächst bei Weitem nicht so auffallend wie die bekannten Betta splendens. Aber ihr Verhalten ist absolut sehenswert, vor allem wenn man miterleben kann, wie sie laichen und ihre Brut im Maul ausbrüten.


Juli 2012 Die Größten müssen nicht auch automatisch die Besten sein. Das gilt auch für öffentliche Schauaquarien. Das Aquarium der Kieler Universität direkt an der Kieler Förde ist einen Besuch wert! Wer also im Urlaub oder in den Ferien in die Gegend kommt, sollte die Gelegenheit wahrnehmen. Es gibt hier so manches zu entdecken!
Juni 2012  

Dieser Film kombiniert Standfotos mit bewegten Bildern. Es geht um die beiden bekanntesten Nannacara-Arten, um Nannacara anomala, den Glänzenden Zwergbuntbarsch, und um Nannacara aureocephalus, den Goldkopf Nannacara. Beide sind in Französisch Guayana zu Hause, im Norden Südamerikas.

Der Film zeigt die Heimatbiotope, das ansprechende Äußere der Fische und ihr Fortpflanzungsverhalten. Mich persönlich hat besonders überrascht, dass die aureocephalus ihre noch schwimmunfähigen Larven an senkrecht stehenden Steinen hängend deponieren. Die Larven haben Klebdrüsen im Kopfbereich, die das ermöglichen. Das kennt man sonst von Skalaren und einigen anderen Cichliden. Bei Zwergbuntbarschen war mir das neu. Sie bringen ihre schwimmunfähige Brut normalerweise in einer Bodengrube unter.


Mai 2012

Der Film handelt von einem kleinen Urwaldbach in Französisch Guayana, den ich zusammen mit einigen Freunden im Rahmen einer Expedition im Herbst 2008 untersuchen konnte. Er überzeugte durch eine reichhaltige Fischfauna. Im Film sind nicht nur Apistogramma gossei zu sehen, auch die großen Rotaugen-Krobia und andere Cichliden, vor allem aber zahlreiche Salmler. Obwohl das Wasser kristallklar und zweifellos ohne Makel war, war der Boden weitgehend mit Mulm bedeckt. Verschiedentlich gab es auch Algen.

Der Film zeigt auf überzeugende Weise, dass Mulm und Algen einfach zur Unterwasserwelt gehören! Unsere ästhetisch eingerichteten Schmuckaquarien spiegeln keinesfalls die typische Heimat unserer Aquarienfische! Wer Mulm im Aquarium nicht mag - ich kann es verstehen! Wer aber Mulm grundsätzlich als Zeichen schlechter Pflege deutet, ist auf dem Holzweg!

April 2012
Eigentlich sollte ich einen Film mit dieser schlechten technischen Qualität nicht zeigen. Aber er ist ein Dokument, und meines Wissens gibt es bis heute nichts Vergleichbares zu diesem Thema. Es handelt sich um wasserspuckende  Fadenfische. Die Tiere versuchen Tubifex-Würmer, die ihnen an einer Pinzette vorgehalten werden, mit gezielt abgespuckten Tropfen ins Wasser zu spülen. Bis dahin war ein vergleichsweises Verhalten nur vom Schützenfisch bekannt. Ich konnte es erstmals bei Fadenfischen dokumentieren.

Der kurze Film entstand 1969 als Super-8 Film. Wer mehr über wasserspuckende Fische, zur Spuckmechanik und zum Zielverfahren wissen möchte, kann bei "Fischverhalten" alles Wesentliche dazu erfahren: >>>. Und wer mehr über die phantastischen Zwergfadenfische Colisa lalia und ihr interessantes Fortpflanzungsverhalten erfahren möchte, sollte hier >>> anklicken. Dort gibt es auch einen entsprechenden Film!


rz 2012 Tüpfelbuntbarsche Laetacara curviceps sind ideale Kleincichliden für ein Südamerika-Gesellschaftsaquarium. Zur Zucht brauchen sie aber ein separates Becken. Beifische würden stören. Gute Wasserqualität und abwechslungsreiche Fütterung mit Lebendtieren sind wichtig für die erfolgreiche Vermehrung dieser sanften Cichliden mit den dezenten Pastellfarben! Und dennoch - wie der Film zeigt, brauchte ich einen zweiten Anlauf um zum Ziel zu kommen!

Das Video zeigt das komplette Fortpflanzungsverhalten, beginnend mit der Balz und dem Ablaichen bis hin zur Pflege der freischwimmenden Brut. - Einen ausführlichen bebilderten Bericht zur Haltung und Zucht dieser Fische findet man hier: >>>


Februar 2012 Hauptdarsteller sind in diesem Film keine Fische, sondern Wasserflöhe (Daphnia pulex). Es sind planktonische Kleinkrebse, die Aquarianer als Lebendfutter kennen. Sie werden nur 2 mm groß (die Art magna bis zu 5 mm!). Wer sie sich jedoch unter dem Mikroskop anschaut, blickt in eine völlig neue Welt! Man glaubt, von dem kleinen Tier angeschaut zu werden, sieht das heftig pumpende Herz in seinem transparenten Körper und die schon fast fertig entwickelten Embryonen im Brutraum.

In meiner Reihe über mikroskopisch interessante Futtertiere lege ich nicht nur Wert auf  den visuellen Teil. Ebenso wichtig sind die Kommentare, denn nur sie können verdeutlichen, was gerade im Bild ist. Also: Ton an! - Weitere Infos zu Futtertieren: >>>

 
Januar 2012

Manche Filme sind schnell abgedreht - so zum Beispiel der Film über die Fütterung der Seewölfe im Helgoländer Aquarium (Fischfilm des Monats März 2011: >>>). Wenn man jedoch eine Art-Biografie erarbeiten will, dauert es weit länger. Manchmal muss man Monate warten, bis einem eine fehlende Szene wie z. B. die Brutpflege "in den Kasten kommt".

Beim vorliegenden Honigfadenfischfilm ging es allerdings vergleichsweise schnell. In etwa 3 Wochen waren alle Szenen abgedreht. Glück gehabt mit den quirligen Colisa chuna! Einen reich bebilderten Bericht zu diesen kleinen Labyrinthfischen findet man hier: >>>


Hier geht es zu den früheren "Fischfilme des Monats"  >>>